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Schlüsselübergabe: (v.l.) Julia Eichhorn (Jugendvorsitzende), Bürgermeister Johannes Hagn, DLRG-Vorsitzender Georg Köstler und Max Roboger (Ehrenpräsident).

Schlüsselübergabe für Neubau in Tegernsee

DLRG freut sich über neue Wachstation

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Tegernsee - Schönes Weihnachtspräsent für die DLRG Tegernsee: Der symbolische Schlüssel für die neue Wachstation am Strandbad wurde übergeben.

Kurz vor Weihnachten darf die DLRG Tegernsee offiziell ein Geschenk in Empfang nehmen, auf das sie sich lange gefreut hat: die neue Wachstation auf dem Strandbad-Gelände in Tegernsee. Gestern übergab Bürgermeister Johannes Hagn den Schlüssel dafür. Der große Schlüssel dient in diesem Fall nur der Symbolik. Denn die neue Hütte, die am Montag von Bürgermeister Johannes Hagn und Norbert Kruschwitz, Chef der städtischen Kur- und Versorgungsbetriebe (TKV), an die DLRG-Führungsspitze offiziell übergeben wurde, braucht keinen Schlüssel. Über ein modernes Zahlenschloss kommen die Mitglieder ins Innere. „Jeder hat seinen eigenen Code“, erklärt DLRG-Vorsitzender Georg Köstler (29).

 Der 6,40 mal 13,50 Meter große Bau, der vom Rottacher Architekten Florian Erhardt geplant wurde, bietet den 50 Aktiven der 400 Mitglieder starken DLRG den nötigen Platz für ihre Einsätze: Eine Schaltzentrale mit Blick über den See von Gmund bis Rottach-Egern, einen Sanitätsraum, Toiletten, Duschkabine und vor allem einen Bereich, in dem das Boot der Schnelleinsatzgruppe (SEG) untergebracht ist. Es war bisher am Horn-Parkplatz abgestellt und musste im Notfall erst herangekarrt werden. In Regalen befindet sich die Ausrüstung der Retter: Tauchanzüge, Kompressoren, Neopren-Anzüge, Helme, Rettungswesten. Vor der Seesauna parken zwei Rettungsfahrzeuge, um jederzeit einsatzbereit zu sein.

Vor allem aber ist das Haus so geplant, dass Hochwasser möglichst geringen Schaden anrichtet: Die komplette Elektrik ist von oben installiert und befindet sich 1,20 Meter über dem Boden. Holzelemente und Verschalungen können zudem einfach entfernt werden. In knapp viermonatiger Bauzeit ist der Bau entstanden. Er steht nur wenige Meter von der alten Wachstation entfernt, in der nun monte mare Liegen, Schirme und Ausstattungsgegenstände für das Strandbad unterbringen kann. Auch eine kleine Werkstatt hat noch Platz darin.

Für die Tegernseer Retter beginnt nun eine neue Ära. Denn der Bau und die Standortsuche waren viele Jahre eine Zitterpartie. Lange war auch die Point in Gespräch, weil es dort keine Wachstation gibt. „Doch wirklich günstig wäre die Point nicht gewesen“, sagt Köstler. „Denn hier am Strandbad haben wir den gesamten See im Blick.“ Der Standort ist  so zentral, dass die Rettungskräfte im Notfall effektiv eingreifen können. 150 000 Euro hat der Bau gekostet. 50 000 Euro hat die monte mare GmbH, an der die TKV zu 50 Prozent beteiligt ist, übernommen. Den Rest hat die TKV bezahlt. Die DLRG übernimmt den Innenausbau auf ihre Kosten. „Und da ist noch was zu tun“, sagt Köstler und verweist auf noch fehlende Türen oder den Einbau der Dusche und einer kleinen Küche. Auch die Schaltzentrale sei derzeit nur provisorisch eingerichtet. Etwa 25 000 Euro, schätzt der Stellvertretende Vorsitzende Andreas-Bernd Lange, wird die DLRG dafür selbst aufbringen. „Über Spenden freuen wir uns natürlich“, so Lange.

Große Reden liegen dem DLRG-Vorsitzender nicht, auch wenn der Anlass durchaus angemessen gewesen wäre. Dafür strahlte Köstler bei der Schlüsselübergabe einfach übers ganze Gesicht: „Herzlicher Dank an alle“, fasste er sich kurz und bedankte sich bei der Stadt, bei den TKV und monte mare. „Da ist ein guter Wurf gelungen“, freute sich auch DLRG-Ehrenpräsident Max Roboger. Er kennt noch die Zeiten, als die alte Hütte als Umkleidekabine für Knaben und Mädchen diente. Jetzt beginnt eine neue Ära.

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