1. Startseite
  2. Lokales
  3. Tegernsee
  4. Tegernsee

Schulen am Tegernsee: Konstante Anmeldezahlen, kleine Klassen

Erstellt:

Von: Gabi Werner

Kommentare

Schulleiter Tobias Schreiner in einem der Klassenzimmer der Realschule Gmund.
Tobias Schreiner, Leiter der Realschule in Gmund, ist mit der Zahl der Neuanmeldungen zufrieden. © Stephan Rumpf

Die Anmeldephase für die fünften Klassen ist vorbei - und es zeigt sich: Sowohl am Gymnasium Tegernsee als auch an der Realschule Gmund wird es wohl kleine Klassen mit überschaubarer Schülerzahl geben.

Tegernsee/Gmund – Die Zeiten der Rekorde sind an der Realschule Tegernseer Tal vorerst offenbar vorbei. 106 Anmeldungen registrierte Rektor Tobias Schreiner für die kommenden fünften Klassen. Darunter sind 16 Kinder, die noch den Probeunterricht absolvieren müssen. Am Ende, so schätzt Schreiner, werde die Zahl der Fünftklässler wohl in etwa im Bereich des Vorjahres liegen. Damals starteten 93 Mädchen und Buben ihre Realschullaufbahn in Gmund.

Realschule: Zahl wäre optimal, um das Gebäude zu füllen

„Das passt gut“, sagt Schreiner über die aktuelle Entwicklung. Mit den Neuankömmlingen ließen sich im kommenden Schuljahr vier „relativ kleine Klassen“ bilden. Würde sich die Zahl der Anmeldungen in diesem Bereich einpendeln, „wäre das optimal, um unser Gebäude gut zu füllen“. Bekanntlich ist erst kürzlich der Erweiterungsbau der Realschule fertig gestellt und in Betrieb genommen worden.

Viele Familien schicken ihre Kinder bewusst auf die Realschule

Die Zahl der Neuanmeldungen ist für Schreiner und sein Kollegium jedes Jahr aufs Neue „eine gewisse Überraschung“. Einen Unsicherheitsfaktor, der sich kaum berechnen lässt, bringt der Notenschnitt im Übertrittszeugnis mit sich. Die Frage lautet: Wie viele Familien, deren Kinder eigentlich die Eignung fürs Gymnasium mitbringen würden, entscheiden sich bewusst für die Realschule? In Gmund ist dieser Wert – wie bei vielen ländlichen Realschul-Standorten in Oberbayern – relativ hoch: Schreiner spricht von rund 60 Prozent.

Das Fazit Schreiners: Drei bis vier Eingangsklassen seien für seine Schule optimal. Mit dieser Schülerzahl sei sichergestellt, dass man alle vier Zweige und sämtliche Angebote der Gmunder Schule aufrecht erhalten könne.

„Oberstes Ziel erreicht“: Gymnasium Tegernsee bleibt weiterhin dreizügig

Nicht üppig, aber für Direktor Werner Oberholzner dennoch zufriedenstellend ist die Zahl der Neuanmeldungen am Gymnasium Tegernsee. 70 Kinder (Vorjahr: 74) wollen dort im kommenden Schuljahr ihre Gymnasialkarriere starten. Heißt: Das Gymnasium kann drei kleine fünfte Klassen bilden. Für Oberholzner ist damit das „oberste Ziel“ erreicht: Die Dreizügigkeit an seiner Schule ist sichergestellt. Das war in der Vergangenheit nicht immer so: 2014 hatte das Gymnasium einen massiven Schüler-Einbruch erlebt.

Werner Oberholzner Direktor am Gymnasium
Werner Oberholzner, Direktor am Gymnasium Tegernsee © THOMAS PLETTENBERG

Dass sich die Zahl der Neuanmeldungen auch jetzt im eher unteren Bereich bewegt, ist für den Schulleiter nach eigenen Worten keine Überraschung. Das sei der demografischen Entwicklung geschuldet, sagt Oberholzner. Angesichts der aktuell geringen Zahl der Viertklässler sei er mit den 70 Anmeldungen „durchaus nicht unzufrieden“. „Das ist keine schlechte Nachricht“, versichert Oberholzner.

So sieht die Lage in Sachen Neuanmeldungen bei den Schulen in den Regionen Holzkirchen und Miesbach aus.

gab

Auch interessant

Kommentare