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Rund um den Tegernsee gibt es zahlreiche reizvolle Strecken für E-Biker und E-Mountainbiker. Die TTT GmbH bewirbt den Trend auf ihrer Homepage und will weitere Touren-Vorschläge erarbeiten.

Schmankerlrunde, neue Ladestationen, Mountainbike-Kurse

So will der Tegernsee E-Biker-Paradies werden

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Mühelos Höhenmeter überwinden oder bequem am See entlang radeln: E-Biken wird immer beliebter. Die Ferienregion Tegernsee will den Trend nutzen - und findet: „Das Thema ist noch ausbaufähig.“

Tegernseer Tal – Was Zweiräder anbelangt, da macht Franz Zehendmaier so schnell keiner was vor. Schon vor zehn, zwölf Jahren habe er in seinem Radsport-Geschäft die ersten geführten Touren mit E-Bikes angeboten, erzählt der Kreuther mit dem weißen Rauschebart. Später kam der Verleih der motorgestützten Mountainbikes hinzu. „Ich war der erste, der das angefangen hat“, sagt Zehendmaier und fügt ein wenig bedauernd hinzu: „Und jetzt macht’s jeder.“

Tatsächlich erlebt das E-Biken seit ein paar Jahren einen regelrechten Boom. Das haben auch die Touristiker am Tegernsee erkannt. Erst vor wenigen Wochen hat die TTT GmbH eine neue Schmankerlrunde mit dem Elektro-Mountainbike ins Programm mit aufgenommen und dazu einen eigenen Flyer erstellt. Auf der Homepage der Ferienregion finden sich zudem unterschiedliche Routen-Vorschläge. Wer mag, kann geführte Touren buchen.

TTT will weitere Touren-Vorschläge erarbeiten

„Wir nehmen den Trend sehr deutlich wahr“, sagt TTT-Geschäftsführer Christian Kausch über das E-Biken. Mittlerweile sei dies nicht mehr nur ein Thema für ältere Menschen, sondern auch für junge Leute. „Wir wollen da auf jeden Fall am Ball bleiben“, meint Kausch. So sollen in den nächsten Jahren weitere Touren-Vorschläge erarbeitet werden und ihren Weg zu den Gästen finden.

Wer auf die Kraft des Motors setzt, braucht von Zeit zu Zeit allerdings frischen Saft. In vielen Gasthäusern ist es mittlerweile Usus, dass die E-Biker ihre Akkus während der Einkehr unentgeltlich an der Steckdose aufladen dürfen. Doch darauf allein wolle man sich nicht verlassen, macht Kausch deutlich. Er würde sich mehr öffentliche Ladestationen für die Region wünschen. „Der Bedarf ist da“, sagt er – und hofft dabei auf eine Initiative des Tegernseer E-Werks.

Kreuth richtet auf eigene Faust Ladestation im Orstzentrum ein

Wie es noch funktionieren kann, macht die Gemeinde Kreuth vor. Sie ist gerade dabei, ihren neu gestalteten Platz an der Riedlerbrücke mit einer Ladestation für Elektro-Räder auszustatten. „Der Vorschlag ist aus unserer Tourist-Info gekommen“, berichtet Bürgermeister Josef Bierschneider auf Nachfrage. Dort hätten Biker immer wieder nach einer solchen Möglichkeit gefragt. Hier in der Ortsmitte sieht der Bürgermeister die Station mit ihren vier Steckdosen bestens aufgehoben. Während die Akkus laden, könnten die Radler in einer der Gaststätten rundherum zum Essen gehen.

Dass es sich lohnt, ins Thema E-Bike zu investieren, glaubt auch Riccardo Miglietta vom Gesundheits- und Fitnesszentrum Medius im Tegernseer Kurgarten. Zehn E-Bikes stehen dort für den Verleih parat. Zur Hauptsaison, wenn das Wetter mitspiele, seien die Räder oft komplett vergriffen, berichtet Miglietta. „Die Räder und Akkus sind mittlerweile viel effizienter geworden und einfacher zu handeln“, weiß der Medius-Trainer. Man achte daher darauf, den Fuhrpark stets auf dem aktuellen Stand zu halten.

Auch ambitionierte Mountainbiker setzten auf die Kraft des Motors

Genussradeln auf der Ebene ist das eine. Mittlerweile haben aber auch ambitionierte Mountainbiker die Räder mit Elektroantrieb für sich entdeckt. Andrea Wiedenbauer, Inhaberin der Mountainbikeschule Powderworld in Kreuth, hat hier eine „steigende Tendenz“ erkannt und bietet unterschiedliche E-Mountainbike-Kurse an. Die Teilnehmer seien meist keine blutigen Anfänger, sagt Wiedenbauer, sondern „Leute, die schon immer in den Bergen unterwegs waren“. Manche könnten eben aus gesundheitlichen oder konditionellen Gründen die Berge nicht mehr mit herkömmlichen Bikes erklimmen. Da sei das E-Mountainbike die perfekte Lösung. Und noch zwei Vorteile habe das Elektro-Radl, meint Wiedenbauer: „Der Radius der Touren vergrößert sich, und die Leute können entspannter und schöner miteinander fahren.“

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