Blitzlichtgewitter beim Ludwig-Erhard-Gipfel im Januar 2020: Monika Goetz-Weimer und Wolfram Weimer (2.v.l.) mit Thomas F. Hofmann, Präsident der TU München (l.), und Fürst Albert von Monaco.  Foto: Archiv Andreas Leder
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Blitzlichtgewitter beim Ludwig-Erhard-Gipfel im Januar 2020: Christiane Goetz-Weimer und Wolfram Weimer (2.v.l.) mit Thomas F. Hofmann, Präsident der TU München (l.), und Fürst Albert von Monaco.

Ludwig-Erhard-Gipfel abgesagt

Sommergipfel in München statt Jahresauftakt am Tegernsee

  • Christina Jachert-Maier
    vonChristina Jachert-Maier
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Wegen Corona kann der gewohnte Ludwig-Erhard-Gipfel am Tegernsee im Januar nicht stattfinden. Stattdessen ist im Mai ein Sommergipfel in München geplant.

Tegernsee – Sie wollten zeigen, was mit Hygienekonzepten machbar ist. Ein Zukunftskongress in der Pandemie. Der Ludwig-Erhard-Gipfel sollte stattfinden, unbedingt. „Wir haben bis zum allerletzten Moment geplant und gehofft“, sagt Christiane Goetz-Weimer. Doch als Markus Söder den verschärften Lockdown ausrief, war der Moment erreicht. Der Ludwig-Erhard-Gipfel, vorgesehen für den 21./22. Januar, ist abgesagt. Oder eigentlich: verschoben. Am 11./12. Mai soll es statt dem bekannten „Jahresauftakt der Entscheider“ einen Ludwig-Erhard-Sommergipfel geben.

Verhandlungen zu Räumlichkeiten in München laufen

Die Hauptbühne wird nicht am Tegernsee stehen. Aktuell laufen Verhandlungen zu Räumlichkeiten in München. Die Event-Arena in Weissach, größte Location am Tegernsee, ist während der Pandemie zu klein. Das war dem Weimer-Media-Team schon früh klar geworden. Unter der Vorgabe absoluter Hygiene könnten in der Arena nicht mehr als 200 Gäste tagen. Zu wenig angesichts des Aufmarschs prominenter Redner. Um die 500 Besucher sind es für gewöhnlich. Der Gipfel soll sich aber nicht ganz vom Tegernsee lösen. Der Kaminabend im Hotel Das Tegernsee ist gesetzt, auch begleitende Treffs im Tal soll es geben. Und wenn die Pandemie endlich Geschichte ist, soll der Gipfel an den Tegernsee zurückkehren. „Das gehört zu unserer DNA“, meint Goetz-Weimer.

Hochkarätige Redner

Sie zieht Kraft aus dem Zuspruch der Kooperationspartner und Stammgäste. Für führende Köpfe aus Politik, Wirtschaft und Medien sei es schon Tradition, sich zum Jahresauftakt am Tegernsee mit neuen Ideen aufzuladen. Dass die Netzwerke funktionieren und das Gespür bei der Redner-Auswahl stimmt, zeigt sich im Rückblick. Beim Gipfel 2020 am Tegernsee war eine Referentin geladen, deren Namen nur wenige kannten: Özlem Türeci. Dass die Medizinerin, die mit ihrem Ehemann Ugur Sahin Biontech gegründet hat, mit ihrem Team einen Impfstoff entwickeln würde, auf den die ganze Welt setzt, hätte sich im Januar 2020 niemand vorstellen können. „Ein Volltreffer“, sagt Goetz-Weimer.

Die Denker, die Entwickler, die Ideengeber sollen auch zum Sommergipfel kommen. „Aber bei unseren Rednern ist es nicht leicht, mal eben um vier Monate zu verschieben“, weiß Goetz-Weimer. Erfreulicherweise wollten viele der für Januar geladenen Redner auch im Mai gerne dabei sein. Themen wird es viele geben. Aber der Schwerpunkt steht fest. Es ist, wie 2020, das Thema Gesundheit.  

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