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Die Gartentagen im Tegernseer Kurpark

Große Ausstellung im Kurpark

Sommerglück für die Tegernseer Gartentage

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Tegernsee - Gerade zu den Gartentagen war der Sommer plötzlich da. Das lockte unzählige Menschen, aber nicht unbedingt Käufer. Trotzdem war das Gros der Aussteller mehr als zufrieden.

Die Rottaler Pfingstrosen zogen die Blicke auf sich. Stattliche Pflanzen mit prachtvollen Blüten, die vor der Traumkulisse – gepflegter Kurgarten am tiefblauen See – bestens zur Geltung kamen. „Aber vom Staunen kann ich nicht leben“, seufzt Heinz Enzinger-Panitz, der sich mehr Käufer gewünscht hätte. Es laufe „ziemlich durchwachsen“, was daran liege, dass so viele Touristen hier seien. Eben nicht das Publikum, das mal eben Pfingstrosen kaufe. Es waren die unscheinbareren Pflänzchen, die besser liefen. „Heilpflanzen gehen immer“, weiß Gärtner Anton Schänzle aus Obermarchtal (Alb-Donau-Kreis). Sein Betrieb hat sich auf Arzneipflanzen spezialisiert. Das Gedächtniskraut Gotu Kula war am Sonntag schon ausverkauft. „Da gibt’s hier in Tegernsee wohl viel Bedarf“, scherzt Schänzle. Auch die Jiaogulan-Pflänzchen finden viele Abnehmer. Kein Wunder, es ist das Kraut der Unsterblichkeit. Und dazu klein genug für die Henkeltasche. 

Anders als die dekorativen Jungbäume von Florian Pfannstiel aus dem hessischen Nidda. Sie schmücken den Kurpark und lösen allseits Bewunderung aus. Vergangenes Jahr habe er auf den Gartentagen auch gut verkauft, meint Pfannstiel. „Da konnte ich am Abend ganz viel ausliefern.“ Aber diesmal seien vor allem Urlauber da. Einfach mitnehmen kann man auch die Produkte von Josef Scheibl nicht. Sein Thema: Natursteine. Als Bodenplatten, für Mauern, Säulen oder Brunnentröge. Die Gartentage sind für ihn trotz der schwergewichtigen Ware ein Riesenerfolg. „Das ist eine super-schöne Ausstellung, da sind wir immer dabei.“ Es seien sehr viele Besucher da, und viele seien interessiert. Seiner Erfahrung nach kämen etliche später zu seinem Betrieb nach Kolbermoor. „Nach der Ausstellung habe ich immer vier Wochen lang eine tolle Resonanz.“ 

So richtig gut liefen Gartentage für die Besitzer der vielen kleinen Stände mit Kunsthandwerk und kulinarischen Schmankerln, die im Biergarten genossen werden konnten. Davon profitierte auch das Olaf-Gulbransson-Museum, das am Sonntag  sein 50-jähriges Bestehen mit einem Tag der offenen Tür und viel Programm (wir berichten noch) feierte. Das Konzept, beides zu verbinden, sei aufgegangen, meint Geschäftsführerin Sandra Spiegler. Es seien viele Gäste gekommen, die das Museum sonst nicht gehabt hätte. Damit ist ein Ziel erreicht: „Wir wollen die Schwellenangst nehmen, die manche vor dem Besuch eines Museums haben.“

So schön waren die Tegernseer Gartentage

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