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Verkehrsgutachten für Bebauungsplan-Aufstellung in Arbeit - Stadt Tegernsee lässt die Autos am Guggemos zählen

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Von: Gerti Reichl

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Am Guggemos an der Hauptstraße wird derzeit eine Verkehrszählung durchgeführt. Sie ist nötig für das bevorstehende Bauprojekt des Brauhauses an dieser Stelle. Foto. tp
Am Guggemos an der Hauptstraße wird derzeit eine Verkehrszählung durchgeführt. Sie ist nötig für das bevorstehende Bauprojekt des Brauhauses an dieser Stelle. © tp

Wer dieser Tage durch Tegernsee fährt, hat ihn vielleicht schon bemerkt: den Masten am Guggemos an der Hauptstraße mit einer oben befestigten Kamera. Werden die Passanten in Tegernee jetzt etwa überwacht?

Tegernsee - „Es handelt sich um eine Verkehrszählung“, klärt Christian Wagner vom Herzoglichen Brauhaus auf, auf dessen Grund der Mast errichtet wurde. Die Verkehrszählung sei nötig für ein Gutachten, so der Geschäftsführer. Und dieses wiederum werde für den Bebauungsplan „Guggemos, Hauptstraße 23“ gebraucht. Der Bebauungsplan ist Voraussetzung für das, was das Brauhaus mit dem ehemaligen Gasthof Guggemos vorhat. An seiner Stelle soll ein Neubau-Ensemble entstehen mit einem Mix aus Läden, Gewerbe, Wohnungen, Gastro und einer Flanier-Passage zwischen Hauptstraße und See.

Läden und Wohnungen auf Guggemos-Grundstück

Im Juni 2019 hatte das Brauhaus seine Pläne erstmals öffentlich präsentiert, bereits im Juli brachte der Stadtrat mehrheitlich einen vorhabenbezogenen Bebauungsplan auf den Weg. Seitdem wird daran und auch an einem Vorhaben- und Erschließungsplan gearbeitet. „Derzeit werden die erforderlichen Gutachten bereits teilweise erstellt oder in Auftrag gegeben, die für den Bebauungsplan nötig sind“, berichtet Wagner. Parallel dazu arbeite das Brauhaus mit seinem Architekturbüro und den Fachplanern bereits an einer Feinplanung. Dabei spielt die Verkehrsthematik eine große Rolle. Wichtig auch die Parkplatzfrage, ein heiß diskutiertes Thema in Tegernsee. Für dasGuggemos-Projektmuss das Brauhaus 67 Stellplätze nachweisen. Wie Wagner berichtet, sei eine Tiefgarage mit 47 Stellplätzen vorgesehen. Acht Stellplätze sollen oberirdisch angeordnet werden. Weitere zwölf Parkplätze für Personal der Gewerbeflächen wird das Brauhaus auf seinen vorhandenen Freiflächen am Sommerkeller unterbringen.

Brauhaus bringt Parkplätze auf eigenem Grund unter

Parken an der Hauptstraße ist auch für die Stadt ein brisantes Thema, über den Horn-Parkplatz gegenüber des Guggemos-Areals wurde zuletzt viel diskutiert. „Das Guggemos-Projekt muss jedoch völlig losgelöst von der Debatte um den Horn-Parkplatz gesehen werden“, sagt Bürgermeister Johannes Hagn. „Alle Parkplätze, die für den Neubau nötig sind, bringt das Brauhaus auf eigenem Grund unter.“ Wie lange die von der Stadt für das Gutachten beauftragte Fachfirma den Verkehr zählt, konnte Hagn nicht sagen. Das Gutachten sei auch nicht ausschlaggebend für weitere Entscheidungen in Sachen Parken und Verkehr. Denn darum ging es bei einer Klausur, zu der sich die Stadtratsmitglieder jüngst getroffen haben. Über Inhalte der Klausur dürfe er im Detail nicht sprechen, so Hagn mit Verweis auf die Nicht-Öffentlichkeit. Nur so viel: Es seien keine konkreten Beschlüsse gefasst worden. Vielmehr seien alle Teilnehmer auf einen gemeinsamen Wissens- und Informationsstand gebracht worden.

Personalhäuser in Planung

Der Guggemos ist nicht das einzige Projekt, mit dem das Brauhaus aktuell beschäftigt ist. Ebenfalls in Tegernsee an der Max-Josef-Straße ist nach dem Abriss des Gasthofs Schandl der Neubau von drei Häusern mit 49 Personal- und 13 weiteren Wohnungen in vollem Gange. „Wir liegen noch gut im Zeitplan“, berichtet Wagner dazu. Hier werde gerade bei Hausnummer 32 der Keller erstellt und bei Hausnummer 26 der restliche Aushub vorgenommen. Für Herbst 2023 rechnet Wagner mit der Fertigstellung.

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