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Die Unternehmensstruktur der Stadt Tegernsee.

Die Eigenbetriebe der Stadt

Überblick: Was zum "Unternehmen Tegernsee" gehört

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Tegernsee - Tegernsee ist nicht nur Stadt, sondern auch Unternehmen. Bürgermeister Johannes Hagn legt erstmals die Strukturen dar - und erklärt die verschiedenen Eigenbetriebe der Stadt.

Tegernsee ist nicht nur eine Stadt, in der 3665 Bürger ihren ersten und 667 Personen ihren zweiten Wohnsitz haben (Vorjahr: 3594 Einwohner, 669 Zweitwohnsitze). Tegernsee ist auch ein Unternehmen, zu dem weitere Unternehmen und Betriebe gewerblicher Art gehören. „Wir haben uns Transparenz auf die Fahne geschrieben“, betont Bürgermeister Johannes Hagn (CSU). Darum legt er offen dar, wie das „Unternehmen Tegernsee“ insgesamt aufgestellt ist.

Der Tegernsee Bahnhof und die zugehörigen Bahn-Grundstücke gehören der Stadt.

Zu 100 Prozent gehören die Tegernseer Kur- und Versorgungsbetriebe (TKV) der Stadt. Sie wiesen 2013 eine Bilanz von 21,57 Millionen Euro aus und machten einen Gewinn von 681.000 Euro. Den TKV gehören weitere Betriebe. Zum einen die Tegernsee Bahn Betriebsgesellschaft zu 45 Prozent (2,05 Millionen Euro Bilanzsumme, 121.000 Euro Gewinn). Die E-Werk Tegernsee Carl Miller KG gehört zu 97,96 Prozent den TKV (Bilanz: 16,07 Millionen Euro, Gewinn: 2,1 Millionen Euro), die E-Werk Tegernsee Vertriebs KG (Bilanz: 1,4 Millionen Euro, Gewinn: 143 000 Euro) ist zur Hälfte dem E-Werk und zur Hälfte den TKV zugehörig. Die Gewinne seien zwar hoch, doch es seien auch hohe Investitionen zu tätigen, kommentierte Hagn die E-Werks-Zahlen und meinte: „Wir schwimmen nicht im Geld.“

Ebenfalls zum E-Werk gehören mit 16,6 Prozent der Tegernseer Tal Verlag (Bilanz: 173 000 Euro, Gewinn: 12.000 Euro). Die TEG GmbH & Co.KG (Bilanz: 8 Millionen Euro, Gewinn: 1,5 Millionen Euro) gehören zu 50 Prozent zum E-Werk. Die Tegernseer Liegenschaftsverwaltung (TLV) ist zu 100 Prozent Tochter der Stadt. Hier werden die 150 Wohnungen und das Bahngelände verwaltet (Bilanz: 3,4 Millionen Euro, Gewinn: 44 000 Euro).

Weil Tegernsee gemeinsam mit der Nachbargemeinde das Radolinhaus in Rottach-Egern geerbt hat, wurde die Radolin Sanierungs- und Verwaltungs GbR gegründet. Sie gehört zur Hälfte der TLV. Und schließlich die monte mare Tegernsee GmbH: Sie gehört zu 50 Prozent den TKV (Bilanz: 1,77 Millionen Euro, Gewinn: 612.000 Euro). Dieses Unternehmen ist für den Betrieb der Seesauna und des Freibads zuständig, wo der Andrang immer größer wird: Kamen 2013 bereits 81 422 Besucher, so stieg die Zahl um 14 Prozent auf heuer 93 000 Besucher.

„Wir sind gesund“, stellte Hagn zusammenfassend fest. Das Firmengeflecht diene dazu, optimal arbeiten zu können. „Das sind keine Schattenhaushalte der Stadt.“ Ausdrücklich lobte Hagn die Arbeit von E-Werks-Direktor Norbert Kruschwitz, der stets vorausschauend arbeite und unter anderem dafür gesorgt habe, dass Tegernsee zu 91 Prozent mit schnellem Internet versorgt sei. Auch in Sachen Strom biete er stets kompetente Ansprechpartner.

Was den städtischen Haushalt betrifft, so hat Hagn auch hier positive Zahlen parat – vor allem zur Gewerbesteuer: 542 Betriebe gibt es in Tegernsee, 153 zahlten 2013 2,7 Millionen Euro Gewerbesteuer. Der Großteil, nämlich 115 Betriebe, zahlte Gewerbesteuer bis 10.000 Euro. „Der Mittelstand funktioniert“, meinte Hagn. Die Pro-Kopf-Verschuldung lag bei 353 Euro (Landesdurchschnitt: 703 Euro). 4 Millionen Euro hat Tegernsee auf seinem Rücklagenkonto, 2003 waren es noch 459.000 Euro. Für den Bürgermeister ein klares Signal: „Wir können investieren.“

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