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Das Bastenhaus in Tegernsee soll Flüchtlingsunterkunft werden.

Wird da je wieder ein Hotel draus?

Gezerre ums Bastenhaus nimmt kein Ende: Stadt kämpft um Hotel

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Tegernsee - Das Gezerre um das Hotel Bastenhaus geht weiter. Jetzt hat die Stadt den Antrag des Landratsamts auf Nutzungsänderung abgelehnt. 

Das Hotel Bastenhaus in Tegernsee soll eine Flüchtlingsunterkunft werden – zumindest hat der Freistaat Bayern das Haus seit 1. Juni der Hotel Bastenhaus GbR angemietet. Und zwar für die Dauer von zehn Jahren. Rund 80 000 Euro will der Freistaat für einen entsprechenden Umbau investieren. Die Umwandlung gestaltet sich aber alles andere als einfach: Die Stadt Tegernsee hat eine Veränderungssperre beschlossen. Sie gilt drei Jahre. Tegernsee will damit sicherstellen, dass das Bastenhaus ein Hotel bleibt und nicht Wohnungsspekulanten zum Opfer fällt. 

Bei der Sitzung des Bauausschusses stand nun der Vorbescheidsantrag des Landratsamtes Miesbach für die Nutzungsänderung des Hotels zur Diskussion. Bürgermeister Johannes Hagn (CSU) machte deutlich, dass die beabsichtigte Nutzungsänderung für die Dauer von zehn Jahren im Widerspruch zu dem Erlass der Veränderungssperre stehe. Die Dauer von zehn Jahren entspreche nicht der Absicht der Stadt zur städtebaulichen Entwicklung an dieser exponierten und für den Tourismus wichtigen Stelle am See. 

Hagn verdeutlichte zum wiederholten Male die Problematik: „Würde das Haus nur einen Tag länger als drei Jahre als Flüchtlingsunterkunft genutzt, so würde Tegernsee die Hotelnutzung verlieren.“ Inzwischen ist sogar CSU-Bundestagsabgeordneter Alexander Radwan darum bemüht, eine Verlängerung der im Baugesetz festgehaltenen Frist zu erreichen.

 „Die Situation ist ziemlich einzigartig hier“, fasste der Rathauschef das Dilemma zusammen. Fest stehe aber für ihn: „Asylbewerber sind nichts für Spekulanten.“ Sprich: Es könne nicht sein, dass sich Hotelbesitzer auf Kosten der Flüchtlingsproblematik bereichern und ihre Häuser zu Unterkünften machen, um danach ihre Gebäude zu Eigentumswohnungen umzuwandeln.

Einstimmig lehnte der Bauausschuss den Antrag auf Nutzungsänderung folglich ab. Eine Antwort auf die Frage von Martina Niggl-Fisser (Bürgerliste), warum das Landratsamt den langfristigen Vertrag geschlossen habe, obwohl die drei Jahre gültige Veränderungssperre und die Absichten der Stadt bekannt waren, ließ Hagn offen.

gr

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