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Neben den bestehenden Mehrfamilienhäusern sollen zwei neue Häuser am Hang gebaut werden.

Sie hat keine andere Wahl

Neues Großbau-Projekt am Härtlewald: Stadt muss Ja sagen

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Tegernsee - Ob es ihr gefällt oder nicht: Die Stadt Tegernsee muss ein riesiges Bauprojekt an der Klosterwachtstraße befürworten. Eine Folge der Baupolitik unter Bürgermeister Peter Janssen.

Bei der jüngsten Sitzung des Bauausschusses lagen überarbeitete Pläne der Klosterwachtstraße 45 GmbH & Co.KG auf dem Tisch: In den steilen Hang, hoch über dem Tegernsee, sollen zwei Mehrfamilienhäuser mit insgesamt 14 Wohnungen, Quergiebeln und einer Tiefgarage mit 30 Stellplätzen gebaut werden. Bauamtsleiterin Bettina Koch legte zahlreiche Pläne auf, während Bürgermeister Johannes Hagn (CSU) die Details aus der Baubeschreibung vorlas. 

Demnach soll das obere, 14,80 mal 18,50 Meter große Haus fünf Ebenen mit drei Vollgeschossen bekommen. Von der tiefsten Ebene ist ein Steg als Verbindungsweg zum tiefer gelegenen Mehrfamilienhaus geplant. Dieses Gebäude mit einer Grundfläche von 15,80 mal 14,80 Metern hat vier Ebenen für sieben Wohneinheiten. Was die Gestaltung betrifft, so ist viel Glas geplant. Fenster ums Eck sollen den Traumblick auf den See gewährleisten. Damit Glas aber nicht mehr als zwei Drittel der Hausfront einnimmt, sind Holzlatten vor einigen Fenstern geplant. 

Koch machte deutlich: „Das Gelände ist sehr steil und die Fläche ist maximal bebaut.“ Dennoch füge sich das geplante Bauvorhaben ein, so die Bauamtsleiterin. Maßstab sei nämlich die Nachbarbebauung, die ähnlich gestaltet und sogar noch größer sei. Genau dies ist der Knackpunkt: „Die Stadt hat keine Handhabe, da auf dem Grundstück Baurecht besteht“, erklärt Hagn auf Nachfrage. Sie müsse lediglich das Baurecht anwenden und „scharf darauf schauen, dass alle Vorgaben eingehalten werden.“ In diesem Fall sei es auch nicht nötig, Flächennutzungs- und Bebauungsplan zu ändern. „Die Umgebungsbebauung ist maßgebend“, sagt Hagn. 

Der Stein für die massive Bebauung am Ende der Klosterwachtstraße kam schon 2003 ins Rollen: Die Stadt war damals verschuldet, auch wegen des damaligen Hallenbads. Um weitere Vorhaben stemmen zu können, ließ sie einen Teil des Härtlewalds abholzen und verkaufte ein 5000 Quadratmeter großes Areal an eine Stuttgarter Gesellschaft. Die baute dort in zwei Reihen Mehrfamilienhäuser mit Tiefgaragen. Heute befinden sich überwiegend Zweitwohnungen darin. Das Geld verschaffte der Stadtkasse jedoch finanziellen Spielraum. Mit nur einer Gegenstimme wurde das Bauprojekt damals befürwortet. 

Ohne die Entscheidung des damaligen Stadtrats und seines Vorgängers Peter Janssen kommentieren zu wollen, findet Hagn dennoch: „Man sollte die Folgen jeder Entscheidung sehr gut überlegen und zwei bis drei Schritte weiterdenken." Daher, so der amtierende Rathauschef, dauere bei ihm halt die eine oder andere Entscheidung ein wenig länger.

Diesmal war es Andrea Köstler (FWG), die das Bauprojekt nach ausführlicher Diskussion und Abwägen zahlreicher Detailfragen als Einzige ablehnte. Mit 6:1 wurde der Antrag befürwortet. In dem Beschluss wurde dann noch festgehalten, dass für eine ordnungsgemäße Entwässerung am Hang gesorgt sein müsse. Zudem muss der Autolift, der die Fahrzeuge wegen fehlender Stellplätze im Freien unter die Erde bringt, komplett verschalt sein. Ein Nachbar bekommt ein Durchfahrtsrecht.

gr

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