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Badestrand an der Point in Tegernsee.

Gutachten soll Klarheit schaffen

Tegernseer Point mit Giftstoffen belastet?

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Tegernsee  - Die Point war mal ein Mülldeponie. Sind der Boden und das Grundwasser möglicherweise mit Giftstoffen belastet? Ein Gutachten soll Klarheit schaffen. 

Die Point in Tegernsee ist einer der schönsten Flecken am Tegernsee, der im Sommer Badegäste in Scharen anlockt. Die Orthopädische Klinik befindet sich hier, der Fußballplatz, der Volleyballplatz. Früher war die Point ein weniger beschaulicher Ort: Von 1920 bis Ende der 1950er-Jahre befand sich hier eine Mülldeponie. Alles wurde hier abgeladen, auch Küchenabfälle. Die Deponie war Tag und Nacht für geöffnet, um den Hausmüll hier entsorgen zu können. Der Gestank, so erinnern sich alteingesessene Tegernseer, muss oft schlimm gewesen sein. 1959 wurde die Deponie geschlossen – und die Situation normalisierte sich. 

Die Gesellschaft zur Altlasten-Sanierung in Bayern mbH (GAB) arbeitet seit geraumer Zeit an einer Übersicht, wo sich ehemals Deponien befanden. Sie hat Städte und Gemeinden aufgefordert, Gutachten in Auftrag zu geben, anhand derer geprüft werden soll, ob mit Altlasten zu rechnen ist. Sprich: Ob sich Giftstoffe im Erdreich oder Grundwasser befinden. 

Neben den Gemeinden Kreuth und Gmund ist auch die Stadt Tegernsee betroffen. Sie muss tief in die Tasche greifen für das Gutachten und hat inzwischen die Ausschreibung abgeschlossen und den Auftrag vergeben: 22 094 Euro sind dafür fällig, berichtete Geschäftsleiter Hans Staudacher jetzt im Stadtrat aus der nicht-öffentlichen Sitzung des Verwaltungs- und Finanzausschusses, der den Auftrag genehmigt hat. 

Eine Fläche von 9000 Quadratmetern und 25 000 Kubikmeter Erdreich umfasst das Untersuchungs-Areal, wie Detailangaben zur Kataster-Karte der GAB zu entnehmen ist. Wie Staudacher auf Nachfrage erklärt, werden nun vom vom 18. bis 21. Juli Bohrungen durchgeführt. An fünf verschiedenen Stellen werden Sonden ins Erdreich eingeführt, um dann das Wasser zu untersuchen, das sich darin sammelt. Bis wann mit den Ergebnissen zu rechnen ist, steht noch nicht fest. Der Stadtrat werde aber in jedem Fall über die Ergebnisse informiert. Staudacher will keine Prognose abgeben, „aber nur hoffen, dass auf der Point alles in Ordnung ist.“ Andernfalls kämen noch viel höhere Kosten auf die Stadt zu, um eventuell noch vorhandene Giftstoffe zu beseitigen.

gr

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