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Der Abbruch des ehemaligen Unicredit-Erholungsheims in Tegernsee-Süd hat begonnen. An seiner Stelle sollen ein Sanatorium und eine Klinik entstehen.

Abbruch von ehemaligem Erholungsheim hat begonnen

Perronstraße: Sanatoriums-Projekt kommt voran

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Das einstige Erholungsheim der Unicredit an der Perronstraße wird derzeit abgerissen. An seiner Stelle sollen ein Sanatorium und eine Klinik entstehen. Das Vorhaben treibt der Investor konsequent voran.

Tegernsee – Im August 2016 hatte Klaus Dieter Burkhart seine Pläne erstmals dem Tegernseer Stadtrat präsentiert – und einen einstimmigen Grundsatzbeschluss mit auf den weitern Planungsweg genommen. Der neue Eigentümer der 1,5 Hektar großen Fläche an der Perronstraße möchte auf dem Grundstück ein dreiteiliges Gebäude-Ensemble verwirklichen.

Dieser erste Entwurf des Klinik- und Sanatoriums-Komplexes wurde im November 2016 den Stadträten präsentiert.

Geplant sind ein mehrstöckiger Bau, in dem Burkhart selbst ein Sanatorium betreiben und dort seine Zelltherapie anbieten möchte. Darüber hinaus zwei Klinikbauten, die ein anderer Betreiber übernehmen wird. „Bei diesem Planungsstand ist es unverändert geblieben“, teilt Burkhart auf Nachfrage mit. Bereits bei der nächsten Sitzung des Stadtrats am Dienstag, 4. April, soll der vorhabenbezogene Bebauungsplan vorgestellt werden.

Bislang haben die Stadträte Burkharts Projekt mit Wohlwollen begleitet. Und auch mit der weiteren Entwicklung zeigt sich Bürgermeister Johannes Hagn (CSU) zufrieden. „Unsere Hauptvorgaben wurden erfüllt“, erklärt er. So verschwinden die Autos von der Oberfläche in eine Tiefgarage, es ist keine maximale Bebauung des Areals vorgesehen, und die Abstandsflächen zu den Nachbarn werden eingehalten. Für Hagn ein ganz entscheidender Punkt. Schließlich waren die Anlieger gegen die frühere Planung eines Hotels auf dem Gelände jahrelang Sturm gelaufen.

Die A-ja Resort und Hotel GmbH hatte auf der Fläche ursprünglich ein Haus mit mehr als 300 Betten realisieren wollen. Im März 2016 hatte sich das Unternehmen dann allerdings überraschendvon seinen Plänen und auch von dem Standort in Tegernsee-Süd verabschiedet. Das nun geplante Klinik- und Sanatoriumsgebäude erfordert deutlich weniger Flächenversiegelung.

Die Aufstellung eines vorhabenbezogenen Bebauungsplans und dessen öffentliche Auslegung ist nun der nächste Schritt beim Burkhartschen Projekt. Laut Hagn geht es dabei vor allem um Details. „Eventuell muss noch die Tiefgarage erweitert werden“, meint er. Auch die genaue Stellung der Gebäude könnte nochmals Thema sein. „Wir arbeiten uns vom Groben zum Kleinen vor“, erklärt der Rathaus-Chef.

Unterdessen wurden die erforderlichen Gutachten, etwa zu Lärm und Verkehr, erstellt. „Dabei hat sich kein Hinderungsgrund ergeben“, teilt Burkhart mit. Er rechnet damit, dass die Abbrucharbeiten an der Perronstraße inklusive Abtransport des Bauschutts noch etwa drei bis vier Wochen in Anspruch nehmen werden. Burkhart, dessen Unternehmen in einem Labor in Bad Tölz Zellextrakte für therapeutische Zwecke herstellt, will sein Projekt in Tegernsee dann schnellstmöglich durchziehen: „Für uns ist es wichtig, ein eigenes Gebäude zu bekommen.“

gab

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