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Beachvolleyball-Fans, wie hier v.l Matthias Mayr, Daniel Spoerler, Kathrin Hajh und Elena Maier dürfen sich freuen: Sie bekommen einen dritten Platz auf der Point.

Verein hat sieben Jahre darum gekämpft

Point kriegt dritten Beachvolleyball-Platz 

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Der Volleyballclub Tegernseer Tal darf jubeln:  Auf der Point soll der lange ersehnte dritte Beachvolleyball-Platz entstehen. Der Stadtrat hat grünes Licht gegeben.

Tegernsee – Sand, Strand, Sport und Spaß – wer schon einmal am Beachvolleyballplatz auf der Point gebaggert und gepritscht hat, der kommt nicht nur ins Schwitzen, sondern auch ins Schwärmen. „Manche behaupten, der Beachvolleyballplatz auf der Point wäre der schönste Deutschlands“, sagt Thomas Barnstorf, seit 15 Jahren Vorsitzender des 1999 gegründeten Volleyball-Vereins Tegernsee (VCTT). Nicht nur die rund 180 Mitglieder nutzen die bestehenden Plätze für ihr Training und ihre Wettkämpfe: Jeder, der sich beim Beachvolleyball austoben möchte, kann hier aktiv werden – Schüler des Gymnasiums ebenso wie Touristen – und zwar zum Nulltarif.

Der VCTT ist sportlich gut unterwegs: Von den Anfängen 1999 mit 45 begeisterten Volleyballfans hat er sich mit seinen beiden im Jahr 2000 und 2001 gebauten Plätzen in der Szene etabliert. Jedes Jahr zwischen Ende Mai und Ende Juli wird hier die E-Werks-Beachserie ausgespielt (heuer vom 3. Juni bis 22. Juli), mit einigen hochkarätigen Veranstaltungen wie dem Eröffnungsturnier der German Vodafone Masters machte der VCTT auf sich aufmerksam. Das Aushängeschild war bisher die „Beachkombi“ Hannes Buchner und Dominik Richter, die unter anderem fünfmal Bayerische Meister wurden und seit 1996 zusammen spielen. Wegen eines Schulterproblems bei Dominik müssen die beiden ihre Shorts aber vorerst im Schrank lassen. Alle anderen trainieren – wetterunanhängig – in der Dreifachturnhalle in Tegernsee sowie in der neuen Halle in Rottach-Egern – oder eben auf der Point. Der VCTT sorgt dort für die Platzpflege.

„Mit einem dritten Platz könnten wir die Jugend noch besser fördern und auch in den Ligabereich einsteigen“, betont Barnstorf, der seit sieben Jahren für den Platz trommelt – mit Erfolg: Über 17 000 Euro wurden schon gesammelt. Das Geld konnte nun in eine Vor-Planung fließen, die der Stadt Tegernsee als Eigentümerin der Point die Entscheidung erleichterte: Nach einer Ortsbesichtigung machte der Stadtrat vor Kurzem den Weg frei und gab in nicht-öffentlicher Sitzung grünes Licht für den dritten Platz. Der soll nun unterhalb der bestehenden Plätze, neben dem Ludwig-Ganghofer-Weg angelegt werden.

„Die Kosten sind noch offen“, sagt Bürgermeister Johannes Hagn (CSU). Das abschüssige Gelände muss mit einer kleinen Mauer gesichert werden. Und mit Sandaufschütten ist es dann nicht getan. „Eine 70 Zentimeter tiefe Baugrube ist nötig“, weiß Barnstorf. Darin werden Kies und Sand auf einer Schicht mit Vlies und Drainagen verteilt.

Sieben Jahre kämpfte der VCTT um seinen Platz, jetzt geht der Wunsch also in Erfüllung. Als Grund, warum sich die Entscheidung so lange hingezogen hat, nennt Hagn die Baupläne der Orthopädischen Klinik. „Wir haben erst Klarheit gebraucht, wie deren Pläne aussehen“, sagt Hagn. Weil jetzt feststeht, dass die neue Therapiehalle auf dem Gelände der Tiefgarage entsteht, kann nun der Volleyballplatz kommen. Allerdings stehe noch nicht ganz fest, wie die Baustelle der Klinik abgewickelt wird. „Fest steht, dass der große Sportplatz nicht beschädigt werden darf“, so Hagn. Daher sei es nicht ausgeschlossen, dass eventuell einer der Beachplätze vorübergehend nicht bespielbar sein wird.“

„Man muss nur lange genug dranbleiben“, freut sich Barnstorf über die Entscheidung der Stadt. Er hofft, dass der Bau noch heuer angepackt wird. „Nicht nur für den Verein wird etwas Bleibendes geschaffen, auch für Einheimsche und Touristen ist der Platz eine zusätzliche Attraktion. Und eine Förderung durch den Bayerischen Landessportverband (BLSV) könnte es auch geben.

gr

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