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Zu klein, zu alt: Die Feuerwehr bekommt einen Neubau, 6,2 Millionen Euro sind dafür eingeplant.

Investitionen in Tegernsee

Finanzpaket ist geschnürt: 6,2 Millionen fürs Feuerwehrhaus 

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Tegernsee - Die Stadt hat ihr Investitions-Paket bis 2020 geschnürt. Rund 6,2 Millionen Euro sind dabei für ein neues Feuerwehrhaus eingeplant, dem größten Posten in den nächsten Jahren.

Auch wenn die Stadt noch nicht festgelegt hat, für welche Lösung sie sich bei einem Feuerwehrhaus-Neubau entscheiden wird: Das Geld dafür ist schon eingeplant. Bei seiner jüngsten Sitzung, der letzten in diesem Jahr, segnete der Stadtrat das Investitionsprogramm und den Finanzplan für die Jahre 2017 bis 2020 ab. Das Feuerwehrhaus ist darin der größte Posten. Kämmerer Jürgen Mienert plant sicherheitshalber mit der teuersten Variante, die bei einer Sondersitzung im November vorgestellt worden war: einem L-förmigen Bau, der 6,25 Millionen Euro verschlingen wird. 200 000 Euro sind für 2017 angesetzt, in den Folgejahren sind es 1,125 Millionen Euro, 3,125 Millionen und 1,8 Millionen Euro. 650 000 Euro wird es wohl an Staatszuschüssen geben, so Mienert. Zudem sind 265 000 Euro für eine Ersatzhalle während der Bauphase und 12 000 Euro für eine Schranke zum Königin-Caroline-Weg eingeplant, damit sich Bauarbeiter am Krankenhausgrundstück und Feuerwehrler nicht in die Quere kommen. 500 000 Euro sind 2020 für drei kleinere Wohnungen im Feuerwehrhaus angesetzt. 2019, wenn die größten Zahlungen für das Feuerwehrhaus fällig sind, wird fast doppelt so viel wie im Jahr 2017 aus der Rücklage entnommen: 2,354 Millionen Euro. Weil auch der Spielplatz an der Hochfeldstraße verlegt werden muss, reserviert Mienert bereits 50 000 Euro im Haushalt 2017.

Eine halbe Million Euro will die Stadt für die Umwandlung der Mittagsbetreuung in der Grundschule in einen einen Kinderhort ausgeben. Ein Drittel der Kosten bekommt Tegernsee wieder vom Staat als Zuschuss zurück. „Es ist noch nicht entschieden, wer der Träger ist“, sagte Bürgermeister Johannes Hagn (CSU). Im Februar werde über das Thema konkret beraten.

Für den Hochwasserschutz an der Rottach, der auch die Nachbargemeinde Rottach-Egern betrifft, plant die Stadt 250 000 Euro ein. Für die neue Felitzerbrücke über die Rottach, die künftig nur noch fußgänger- und radfahrertauglich ist, macht Tegernsee 225 000 Euro locker, das Wasserwirtschaftsamt beteiligt sich jedoch mit 30 000 Euro, Rottach-Egern mit 97 000 Euro.

Das Haus des Gastes wird aufpoliert: Es bekommt eine neue Heizung (120 000 Euro) und an der Ostseite eine neue Fassade (100 000 Euro). Warum die Sanierung des Bahnhofvorplatzes erst 2018 mit 50 000 Euro eingeplant ist, wollte Thomas Mandl (SPD) nicht einleuchten: „Der Platz ist nicht besonders ansehnlich, sollten wird da nicht früher was machen?“, fragte Mandl. Hagn berichtete, dass der Umbau des Bahnhofsgeländes erst zu diesem Zeitpunkt geplant sei. Man müsse erst alles mit dem Denkmalschutz absprechen, der etwa ein Auge auf die Fliesen unter dem Vordach des Bahnhofs habe.

Mit jeweils 100 000 Euro stärkt die Stadt die nächsten vier Jahre das Eigenkapital der Tegernseer Kur- und Verkehrsbetriebe (TKV), damit diese für den Bau von Parkplätzen gerüstet sind. 900 000 Euro, so Hagn, werde die Stadt bis 2020 insgesamt zurückgelegt haben. Die Parkplatzfrage ist ein wichtiges Thema für die Stadt. Weil der Pachtvertrag für den Zentralparkplatz 2025 ausläuft, braucht sie Alternativen. Wie berichtet, ist ein Parkgutachten bereits in Arbeit.

Die insgesamt rund 11,5 Millionen Euro, die bis 2020 für Investitionen eingeplant sind, kann Tegernsee ohne Neuverschuldung stemmen. „Das ist ein Indikator für eine geordnete finanzielle Situation“, bewertet Mienert auf Nachfrage das Zahlenwerk. Das Feuerwehrhaus zwinge natürlich zur Sparsamkeit. Die Einnahmesituation durch Gewerbesteuer und dem Anteil an der Einkommensteuer sei jedoch „gut“.

Was noch geplant ist

Unter anderem sind noch geplant: die Renovierung des Rathauses (120 000 Euro), ein neuer Bewässerungsautomat und frischer Sand für die Beachvolleyballplätze (11 000 Euro), neue Straßenleuchten (120 000 Euro bis 2020), neues Bauhoffahrzeug (170 000 Euro), Alpbachüberbauung für den Bauhof (350 000 Euro), Wasserleitungsbau (560 000 Euro bis 2018), energetische und allgemeine Sanierung der Wohnhäuser (je 200 000 Euro jährlich).

gr

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