Feuerwehrhaus Tegernsee
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Schön, aber nicht mehr geeignet: das Feuerwehrhaus Tegernsee. 

Am 14. März werden weitere Entscheidungen getroffen

Feuerwehrhaus: Stadtrat legt Sondersitzung ein

  • Gerti Reichl
    vonGerti Reichl
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Bekommt das neue Feuerwehrhaus eine L-Form und ein Flachdach? Werden auch Wohnungen mit eingeplant? Um diese Fragen geht es bei einer Sondersitzung des Stadtrats am 14. März.

Tegernsee – Das Thema Feuerwehrhaus ist ein Dauerbrenner – und wird es noch eine Weile bleiben, denn die Stadt nähert sich nur in kleinen Schritten der endgültigen Planung. Am Donnerstag, 14. März, trifft sich der Stadtrat im Rathaus nun ab 18.30 Uhr zu einer Sondersitzung. 

Dabei wird zunächst aufgearbeitet, was bei einer Klausur im Januar diskutiert und als Empfehlung an das Gremium formuliert wurde. Der Stadtrat wird dabei die wichtige Grundsatzentscheidung treffen, ob der Neubau in kompakter rechteckiger Form oder als „L“ gebaut werden soll. 

Favorit: das künftige Feuerwehrhaus als L-förmiger Bau. 

Bei der Klausur hatte sich gezeigt, dass ein L-förmiger Bau aus städtebaulicher Sicht die bessere Lösung wäre. „Es geht auch um eine mögliche Dachform“, sagt Bürgermeister Johannes Hagn (CSU) im Vorfeld der Sitzung. Dass man bereit ist, sich von herkömmlichen Dachformen zu lösen, und etwa ein Flachdach in Frage kommen könnte, ist nicht ausgeschlossen.

Bei der Sitzung wird die Münchner Architektin Claudia Schreiber anwesend sein. Sie hat inzwischen alle Daten zusammengetragen und kann Zahlen und Kosten liefern. Auch zu etwaigen Wohnungen im Neubau. Ob auch dazu schon eine Entscheidung getroffen wird, lässt Hagn offen. „Der Stadtrat muss noch viele Zwischenschritte machen. Wir nähern uns einer endgültigen Planung Step by Step.“ Priorität habe aber immer das Raumprogramm der Feuerwehr – also neun Garagen plus Waschhalle.

Altes Feuerwehrhaus wird abgerissen

Dass das alte, aus dem Jahr 1927 stammende Feuerwehrhaus an der Hochfeldstraße abgerissen und dem Neubau Platz machen soll, steht hingegen fest. Eine Bürgerinitiative um den Tegernseer Marcus Staudacher wehrt sich nach wie vor dagegen und hatte im vergangenen Sommer über 1700 Unterschriften gesammelt, darunter 533 von Tegernseer Bürger. In Folge stellte die Initiative einen formlosen Antrag an die Stadt, mit dem sich der Stadtrat ausführlich befasste. Die Unterschriftenlisten sind der Stadt bis heute allerdings nicht vorgelegt worden.

 „Die Aktion war mehr ein symbolischer Akt“, führt Initiator Marcus Staudacher jetzt als Begründung an. Man habe zeigen wollen, dass es Unterstützer für den Erhalt des Hauses gebe, die Unterschriftenaktion habe aber keinerlei formale Funktion gehabt. Sollte sie es doch haben und in ein Bürgerbegehren münden, dann müssten die Unterschriften im Vorfeld geprüft werden. Staudacher bezweifelt, dass die Initiative eine Mehrheit in der Bürgerschaft überzeugt hätte. „Das ist Stand heute.“

Für Hagn war es bisher unerheblich, ob die Unterschriften nun vorliegen oder nicht: „Die Aktion hat gezeigt, dass es Bürger gab, die wir noch nicht erreicht haben.“ Der Stadtrat habe sich trotzdem mit dem Anliegen der Initiative befasst. In jedem Fall wollen Staudacher und seine Mitstreiter am nächsten Donnerstag zur Sitzung kommen. „Wir hören uns die Pläne an“, sagt der Tegernseer, „dann werden wir uns nochmal zusammensetzen und über weiteres Vorgehen sprechen.“ 

Zwei Stadtratssitzungen in einer Woche

Noch vor der Sondersitzung am Donnerstag, 14. März, trifft sich der Stadtrat am Dienstag, 12. März, zur turnusmäßigen Sitzung. Dabei geht es auch um das Top-Thema Schwaighofbucht. Hagn wird über das Ergebnis eines Runden Tisches berichten, der inzwischen mit Behördenvertretern und Mitgliedern des Vereins „Rettet den Tegernsee“ stattgefunden hat. Außerdem geht’s um die Aufarbeitung dertalweiten Gemeinderatssitzung zum Klimaschutz und um Maßnahmen, die der Arbeitskreis Tegernseer Tal Energie und Klimaschutz (ATTEK) vorschlägt. Auch der Bericht über die Beteiligungen an Unternehmen der Stadt wird vorgelegt. Die Sitzung beginnt um 18.30 Uhr.

gr

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