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Noch sind auf dem Steg nur Fußgänger unterwegs. Nach dem Willen der Tegernseer Bürgerliste sollen ihn künftig auch Radler benutzen dürfen. Die Verwaltung wird jetzt zunächst die Rechtslage prüfen.

Noch nur für Fußgänger

Radeln auf dem Steg bald erlaubt?

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Tegernsee - Den hölzernen Steg zwischen dem Bootsverleih Heinzelmann und der Länd sollen nach dem Willen der Tegernseer Bürgerliste künftig auch Radler nutzen können.

Auf der Ortsdurchfahrt sei die Situation für Zweiradfahrer zu gefährlich, führte Fraktionssprecher Heino von Hammerstein im Stadtrat an.

Ein Vorschlag, der überraschend am Ende der Sitzung kam. Als Bürgermeister Johannes Hagn (CSU) den Punkt „Anfragen“ aufrief, verlas Hammerstein einen detaillierten Antrag seiner Fraktion. Demzufolge soll ein Verkehrsschild signalisieren, dass auf dem Stegstück und auf dem Uferweg an der Länd das Radfahren erlaubt ist, Fußgänger aber Vorrang haben. „Bis hin zu dem Gebot, nur mit Schrittgeschwindigkeit zu fahren“, erklärte Hammerstein. Über den Steg direkt am Rathaus, wo auch das Bistro Seehaus liegt, sollen die Radler ihr Gefährt dann schieben. Um das zu erreichen, ist dem Antrag zufolge vor dem Terrassenbereich eine Schranke zu platzieren, die einarmig schwingt. „Dann sind die Radfahrer gezwungen, abzusteigen“, erklärte Hammerstein.

Eine Debatte über die unerwartete Anfrage ließ Bürgermeister Johannes Hagn (CSU) nicht aufkommen. Die Verwaltung werde zunächst die Rechtslage prüfen, kündigte er an. Wenn juristisch alles geklärt sei, werde der Antrag behandelt.

Thomas Mandl (SPD) wunderte sich. „Ich finde es seltsam, dass man das zum Schluss als Information bringt und nicht als Tagesordnungspunkt“, meinte er.

Unterdessen machte sich Martina Niggl-Fisser (Bürgerliste), die den Antrag mit unterschrieben hat, schon einmal für das Anliegen stark, eine klare Regelung zu schaffen. Tatsächlich seien doch jetzt schon Radler auf dem schmalen Steg unterwegs, meinte sie: „Die klingeln die Fußgänger weg.“

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