Neureuthstraße in Tegernsee

„Wie ein Sprungturm“: Stadt fordert Mauer-Rückbau

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An der Neureuthstraße hat ein Hauseigentümer eine 2,60 Meter hohe Stützmauer errichtet. Zu hoch, findet der Tegernseer Bauausschuss und verlangt einen Rückbau. 

Tegernsee – Die Hanglage der meisten Grundstücke in Tegernsee zwingt Bauherren dazu, diese Grundstücke mit Mauern zu sichern. In einem Fall an der Neureuthstraße hat ein Bauherr nun aber offenbar zu schnell die Initiative ergriffen: Unterhalb eines Wohnhauses errichtete er eine Stützmauer, die sich von einem halben bis zu 2,60 Metern steigert. Oben drauf soll zudem ein Geländer. Allerdings wurde die Mauer errichtet, ohne dass dafür eine Genehmigung vorliegt.

Bei seiner jüngsten Sitzung musste sich der Tegernseer Bauausschuss mit der Angelegenheit befassen. Laut Bauamtsleiterin Bettina Koch sei die Mauer zu hoch und entspreche damit nicht den Regeln der örtlichen Gestaltungssatzung. Sie schlug eine Begrenzung der Mauer auf zwei Meter vor. 

Rudolf Gritsch (CSU) hielt ein Zurückbauen der Mauer zunächst für unmöglich. Er habe sich die Mauer vor Ort angeschaut, bei einem Zurückbau müsse die Mauer komplett neu gestaltet werden, da die verwendeten Steine viel zu groß seien. Bürgermeister Johannes Hagn (CSU) pflichtete jedoch seiner Bauamtsleiterin bei: „2,60 Meter sind schon enorm hoch. Das wäre ja fast die Höhe unseres Sprungturms im Strandbad.“ Er war ebenfalls für die Beschränkung auf zwei Meter. Und so soll’s auch sein: Einstimmig entschied der Bauausschuss, dass die Mauer bis auf zwei Meter zurückgebaut werden muss. 

gr

Rubriklistenbild: © picture alliance / dpa

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