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Der Weg neben dem Café Aran ist stark ausgewaschen. 

Starke Auswaschungen 

Sturm folgt auf Sturm: In Tegernsee bleiben Uferweg und Steg gesperrt

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Dreimal gab‘s extreme Wellen: Den Uferanlagen am Tegernsee haben die Stürme schwer zugesetzt. Ein Teil bleibt weiter gesperrt. Aber wie lange noch?

Tegernsee – Das Wasser hat viel vom Weg mitgenommen. „Wir haben beim Café Aran extreme Auswaschungen“, berichtet Tegernsees Bürgermeister Johannes Hagn. Aber auch an der Länd und im Bereich ums Fischerstüberl hat das Hochwasser gehörigen Schaden angerichtet. Somit bleiben ein Teil des viel frequentierten Uferwegs und der Steganlage weiter gesperrt. Wie lange noch, ist derzeit offen.

Sperren musste die Stadt Weg und Steganlagen bereits vergangene Woche (wir berichteten). Den Steg am Rathaus hat der Bauhof inzwischen ausgebessert, er ist wieder begehbar. Noch nicht freigegeben ist der Steg zwischen Länd und Mackeanlage. Spaziergänger müssen auf den Gehweg an der Hauptstraße ausweichen.

Dreimal extremer Wellenschlag

Der Sturm war auch vergangene Woche heftig. „Wir hatten dreimal hintereinander einen extrem starken Wellenschlag“, meint Bürgermeister Hagn. Bis zu 1,60 Meter hohe Wellen krachten gegen die Uferanlagen. Dabei setzte nicht nur die Wucht des Wassers den Steganlagen zu. Große Holzstücke trieben über den See und verkeilten sich zwischen den Pfählen, der den Steg trägt. „Wir hatten Böen bis zu einer Stärke von zwölf Beaufort. Das ist schon ein ausgewachsener Sturm“, berichtet Hagn. Und weil ein Unwetter aufs nächste traf, blieb dem städtischen Bauhof keine Zeit, schnell etwas auszubessern. Darum, so Hagn, seien die Auswaschungen dreimal so stark wie üblich. Derzeit überlege die Stadt, den Weg beim Aran zu pflastern. An der Länd, wo der Steg in den Weg übergeht, will die Stadt mit Beton für eine Befestigung sorgen, die besser standhält. „Aber wir können schlecht von der Seesauna bis zum Fischerstüberl alles betonieren“, meint Hagn. Mit dem Bauhof werde er sich den ganzen Uferbereich Stück für Stück anschauen.

Wegen Sperrung: Engpässe beim Café Aran

Dass Besucher derzeit nur abschnittsweise am See flanieren können, ist nicht nur aus touristischer Sicht ein Problem. Vor allem beim Café Aran gibt’s echte Engpässe. Der Durchgang an der Hauptstraße ist schmal, zudem wird dort Hagn zufolge oft rücksichtslos geparkt. Für Fußgänger bleibt somit wenig Platz. „Der Weg ist in der Priorität ganz oben“, versichert Hagn.

Ohnehin sperrt der Bürgermeister höchst ungern Wege ab. Doch bleibe der Stadt keine andere Wahl, als ihrer Verkehrssicherungspflicht zu hundert Prozent nachzukommen. Andernfalls müsste die Stadt im Fall der Fälle Schadenersatz leisten. „Da reicht ein verknackster Knöchel“, weiß Hagn.

Sabine schiebt Hütte auf Container: Totalschaden

Orkan „Sabine“ hat noch einen draufgesetzt. Er ließ eine zur Montgolfiade aufgestellte Vereinshütte auf den Spülcontainer krachen. „Totalschaden bei Hütte und Container“, berichtet Hagn. Dies sei ein Versicherungsfall. Inwieweit bei Weg und Steg Versicherungen zahlen, werde geprüft. Die Reparatur der Uferanlagen will Hagn schnellstmöglich angehen. Allerdings warte er das Wochenende ab: „Es ist wieder Starkwind vorausgesagt.“

Lesen Sie auch: Hochwasser im Landkreis: Der Tegernsee tritt über die Ufer

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