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Das Feuerwehrhaus in Tegernsee: Die Bürgerinitiative hält einen Umbau und den Neubau einer weiteren Halle für machbar. 

Kritik am Raumbedarf

Feuerwehrhaus: Initiative legt wieder nach

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Die Initiative Pro Feuerwehrhaus lässt nicht locker: Noch bevor sich der Stadtrat im November mit deren Antrag befasst, legt sie erneut nach. Diesmal mit ihrer Kritik am Raumbedarf.

Tegernsee – Erhalt und Umbau des Feuerwehrhauses, Neubau einer Halle für die Fahrzeuge, Erhalt des Kinderspielplatzes, weitere Planung auf Basis der „Variante J“ – das fordert die Initiative um Marcus Staudacher, Petra Schmid, Isotte Herb, Barbara Staudacher und Sabine Mandl. 1729 Unterschriften wurden dafür gesammelt, darunter offenbar 533 Tegernseer.

In der November-Sitzung, so hatte es Bürgermeister Johannes Hagn (CSU) angekündigt, wird nicht nur der Antrag behandelt. Die Beschlüsse und sämtliche Begründungen, die zu den bisherigen Entscheidungen geführt haben, werden erneut dargelegt. „Alles wird aufbereitet“, kündigt Hagn an.

Lesen Sie hier auch, warum die Unterschriften-Aktion lauf Stadtrat Mängel aufweisen soll.

Auf dem Tisch wird ein neues Schreiben liegen, das die Initiative jetzt eingereicht hat. Es ist ein Appell, den Raumbedarf so anzupassen, dass ein Erhalt des Feuerwehrhauses möglich ist. Das sei zu schaffen, wenn man sich bei den Räumlichkeiten etwas zurückhalte. „Wir haben den Eindruck, dass der vom Stadtrat für die Machbarkeitsstudie festgelegte Raumbedarf erheblich über die Anforderungen und Richtwerte der deutschlandweiten DIN 14092-1 für Feuerwehrhäuser hinausgeht und viel Fläche eingespart werden könnte“, heißt es in dem Schreiben.

Die Initiative nennt Beispiele: So könnten Bereitschafts-, Aufenthalts- und Schulungsraum zu einem Mehrzweckraum zusammengefasst werden. Der Umkleideraum für Männer könnte kleiner ausfallen. In Frage gestellt wird der Bedarf nach einem Fitnessraum, der laut DIN in „begründeten Fällen“ notwendig sei. „Tegernsee verfügt doch über genügend Fitnessmöglichkeiten“, so die Initiative. Zudem wird die Notwendigkeit einer Waschhalle angezweifelt.

Rathauschef Hagn verweist zwar auf die November-Sitzung. Vorab betont er: Ausgangsbasis der Entscheidungen sei der Raumbedarf im Erdgeschoss gewesen, also die Anzahl der Garagen. So habe man etwa zum Thema Waschgarage nach einer Untersuchung mit einem Regierungsvertreter festgestellt, dass diese zwingend nötig sei. Sie soll zugleich als Werkstatt dienen, auf die wiederum verzichtet werde. Die weitere Raumaufteilung im Obergeschoss sei noch keinesfalls festgelegt. 

Insgesamt soll der Neubau neun Garagen plus Waschhalle bekommen. Die Varianten K (ein kompakter Neubau) und L (L-förmiger Bau) sind die Basis für die konkreten Planungen. Die Münchner Architektin Claudia Schreiber hat den Auftrag dafür bekommen. „Es gibt leider Bürger, die wir nicht erreicht haben mit unseren Argumenten“, bedauert Hagn. Bei der öffentlichen Sitzung am 6. November hat jeder Gelegenheit, sich erneut zu informieren.

Lesen Sie hier auch, was der Kommandant zu sagen hat.

gr

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