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Dreifach-Schlafsaal mit Doppelbetten: Die Turnhalle des Tegernseer Gymnasiums ist bezugsfertig für 150 neue Asylbewerber.

Insgesamt bis zu 150 erwartet

Am Donnerstag: 33 weitere Flüchtlinge beziehen Turnhalle

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Tegernsee - Nachdem in der vergangenen Woche die ersten Asylbewerber Tegernsee erreicht haben, werden für Donnerstag 33 weitere erwartet. Die Halle ist damit zu über einem Drittel belegt.

Aktualisierung, 13. August: Wie das Landratsamt Miesbach mitteilt, sind am Donnerstag weitere 33 Asylbewerber angekommen, die im Laufe des Tages nach Tegernsee gebracht werden. Es handelt sich um Männer aus Nigeria, Syrien, Pakistan, Kongo, Senegal, Mali und Somalia. Damit wohnen derzeit 57 Flüchtlinge in der Dreifachturnhalle in Tegernsee.

Aktualisierung, 11. August: Wie das Landratsamt mitteilt, sind statt der angekündigten 34 Asylbewerber am Montag nur 24 in Tegernsee angekommen. Die Regierung von Oberbayern habe die Zahl der Flüchtlinge kurzfristig um zwei verringert, so Landratsamtssprecher Gerhard Brandl. Wo die restlichen acht abgeblieben sind, weiß niemand. Man prüfe das, sagt Ines Schantz, eine Sprecherin der Regierung von Oberbayern. Das Landratsamt solle melden, welche Flüchtlinge fehlen. "Aber unserer Erfahrung nach kommen sie schon noch." Es passiere immer wieder, dass Asylbewerber auf dem Weg in eine Unterkunft einige Tage verschwinden und dann doch wieder auftauchen. "Oft sind sie bei Verwandten." Jeder Flüchtling bekomme eine Fahrkarte und die Adresse, an der er sich einfinden soll. Grundsätzlich klappe das gut. "Es verschwinden jetzt nicht reihenweise Asylbewerber."

Bei den angekommenen Flüchtlingen handelt es sich um Männer aus Eritrea und Nigeria. Am Donnerstag sollen 34 weitere Asylbewerber nach Tegernsee kommen. Voraussichtlich wird es sich um Männer aus Schwarzafrika handeln.

Ursprünglicher Artikel vom 10. August:

Die ersten sind angekommen. Wie berichtet, hat das Technische Hilfswerk die landkreiseigene Dreifachturnhalle am Tegernseer Gymnasium für Asylbewerber hergerichtet. Die Einsatzkräfte überzogen den Hallenboden mit einem Holzbelag, und stellten 150 Betten auf. Montagmorgen kamen nun die ersten sieben Asylbewerber aus München, am Nachmittag folgten weitere 27. Über die Nationalitäten dieser ersten 34 kann Gerhard Brandl, Sprecher des Landratsamts, noch nichts sagen. Die Neuen werden erst von der Behörde erfasst. Die nächsten Tage sind sie allein. Kommende Woche bekommen sie Gesellschaft. Weitere 34 sollen kommen. Und so geht es weiter, bis die 150 Betten voll sind. Indessen ist die Zukunft der 30 Asylbewerber in der alten Tegernseer Turnhalle noch unklar. „Die Entscheidung, ob die Asylbewerber dort in die Dreifachturnhalle oder in eine andere Unterkunft kommen, steht noch aus“, sagt Brandl. 

Die alteingesessenen Asylbewerber haben im Moment sowieso andere Probleme. Bis Ende des Schuljahres konnten sie sich in der Mensa des Gymnasiums direkt gegenüber versorgen. Die Mensa-Betreiber Rolf Ziesing und Iris Hof kümmerten sich um die Bedürfnisse der Flüchtlinge und ließen sie selbst kochen. Die Asylbewerber würden auch weiterhin selbst kochen, nur gibt’s in der Turnhalle keine Küche. Jetzt werden die Flüchtlinge von demselben Caterer versorgt, der auch die Dreifachturnhalle beliefert – und der stößt auf wenig Gegenliebe.

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