Luftbild von der Seesauna Tegernsee
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Vom aktuellen Teil-Lockdown ist auch die Seesauna Tegernsee betroffen. Sie bescherte den Tegernseer Kur- und Versorgungsbetrieben einen Geldregen in Höhe von 1,8 Millionen Euro.

Über 1,8 Millionen Euro Überschuss

  • Gerti Reichl
    vonGerti Reichl
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2019 war für die Tegernseer Kur- und Versorgungsbetriebe (TKV) ein gewinnbringendes Jahr. Im Stadtrat legte Werkleiter Manfred Pfeiler jetzt alle Zahlen offen und berichtete von einem satten Überschuss.

  • Die Seesauna in Tegernsee hat ein erfolgreiches Jahr 2019 hinter sich.
  • Unterm Strich steht ein satter Umsatzerlös.
  • Das beschert den Tegernseer Kur- und Versorgungsbetrieben einen wahren Geldregen.

Tegernsee – Die TKV sind eine zu hundert Prozent stadteigene Holding, die ihre Erträge hauptsächlich aus der Seesauna generiert. Flossen die ersten zehn Jahre ab der Eröffnung 2008 die Einnahmen komplett an die Betreiberfirma monte mare, so profitieren die TKV seit 2018 mit 20 Prozent an der beliebten Wellnesseinrichtung.

2019: Fast 100 000 Gäste in der Seesauna

97 814 Besucher kamen 2019 in die Seesauna, 3306 Gäste zählte das dazugehörige Strandbad. In der Gewinn- und Verlustrechnung, die Pfleiler vorlegte, steht ein Umsatzerlös von über 3,44 Millionen Euro – im Vorjahr waren es noch knapp 3,1 Millionen Euro. 80 Prozent (2,98 Millionen Euro) geben die TKV wieder an monte mare ab. Rund 269 000 Euro mussten 2019 in die Seesauna investiert werden, etwa so viel wie 2018, berichtete Pfeiler.

Insgesamt weist die Gewinn- und Verlustrechnung der TKV eine Bilanzsumme von 25,918 Millionen Euro auf. Neben Sachanlagen, zu denen die Seesauna und die Gebäude gehören, spielen auch die Finanzanlagen, sprich die Beteiligungen der TKV, eine Rolle. Dies sind zum einen die E-Werk Tegernsee Carl Miller KG sowie die E-Werk Tegernsee Vertriebs- und Service KG. „Beide schütten ihre Gewinne komplett an die TKV aus“, erklärt Werkleiter Manfred Pfeiler. 2019 waren das etwas über 2,36 Millionen Euro gegenüber knapp 1,83 Millionen Euro im Jahr 2018. Weil mehr Einnahmen und Ertrag in der Bilanz stehen, sind mehr Steuern fällig: Knapp 452 000 Euro müssen die TKV an Körperschafts- und Kapitalertragssteuer abtreten, 100 000 Euro mehr als im Vorjahr.

Zu den TKV gehören auch die Tegernsee Bahn Betriebs GmbH. 45 Prozent beträgt der Tegernseer Anteil, ebenfalls 45 Prozent halten bekanntlich die Gemeinde Gmund, zehn Prozent der Landkreis Miesbach. Wie Pfeiler erklärt, hatten die TKV intern für den Kauf mit einem Darlehen über zwei Millionen Euro ausgeholfen. „2021 fließt dieses Geld zurück“, erklärt Pfeiler. Die Umschuldung solle dann über Banken erfolgen, zugleich arbeite man gerade an einem neuen Finanzkonzept.

Seesauna beschert städtischem Untenehmen 1,8 Millionen Euro Überschuss

Unterm Strich steht ein Jahresüberschuss, der sich sehen lassen kann, der von einem Wirtschaftsprüfer bereits unter die Lupe genommen und zuvor schon dem Werkausschuss dargelegt worden war: Auf 1 859 496 Euro beläuft sich die Summe. Wie vom Werkleiter empfohlen und vom Stadtrat so beschlossen, fließt das Geld komplett in die Rücklage. Aufgrund bereits angesparter Summen und auch in den Vorjahren beiseite gelegter Überschüsse, wachsen die Rücklagen damit auf insgesamt 13 Millionen Euro an. Wie Bürgermeister Johannes Hagn (CSU) erklärt, soll das Geld für Großprojekte wie die Erweiterung der Tiefgarage im Kurpark verwendet werden.

Hoffnung für 2021: Wenigstens wieder 70 000 Besucher

Dass sich das Coronajahr 2020 negativ auf die Bilanz auswirken wird, damit kalkulieren die TKV bereits. Weil die Öfen in der Seesauna wegen des Lockdowns zwischen 17. März und 24. Juli kalt bleiben mussten und die Einrichtung erneut seit 2. November geschlossen ist, rechnet Pfeiler mit nur 50 000 Besuchern in diesem Jahr. Allerdings wurde die Zeit in der ersten Schließungsphase für umfassende Sanierungsmaßnahmen und den Umbau der Küche genutzt (wir berichteten), Für 2021 ist Pfeiler wieder optimistischer. „Wir wollen und werden dann hoffentlich wieder 70 000 Besucher zählen.“

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