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Die Villa am Heuweg gehört jetzt der Ex-Skirennläuferin Christa Kinshofer-Rembeck.

Haus sorgte schon für Schlagzeilen

Ex-Skirennläuferin kauft Villa am Leeberg

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Tegernsee - Wohnhäuser am Leeberg sind heiß begehrt und oft umkämpft. Jetzt hat der Streit um ein Haus am Heuweg ein Ende genommen – eine Ex-Skirennläuferin hat es gekauft.

Christa Kinshofer-Rembeck und Ehemann Erich Rembeck auf der Wiesn 2015.

Die Villa am Heuweg 9 in Tegernsee sorgte im März für Schlagzeilen: Da hatte ein Immobilienunternehmen einen Bauantrag für einen mächtigen Neubau gestellt, obwohl die damaligen Eigentümer – ein älteres, in den USA lebendes Ehepaar – davon gar nichts wusste. Die Stadt lehnte den Antrag damals ab, weil sie sich um das Ortsbild sorgte und ein Zeichen setzen wollte gegen die in Tegernsee grassierende Maximalbebauung großzügiger Grundstücke. Es kam zum Kräftemessen mit dem Landratsamt, das die Bebauung rechtlich für möglich hielt und den Bauantrag gegen den Willen der Stadt auch genehmigen wollte. Kreisbaumeister und Bürgermeister trafen sich sogar vor Ort, auch die Schutzgemeinschaft Tegernseer Tal (SGT) rückte an, um ihren Protest gegen die Bauwut zu erneuern und mit einem Marsch gegen das Landratsamt zu drohen. Alles in allem: Der Bauantrag sorgte für viel Wirbel, wurde aber nie verwirklicht.

Jetzt haben sich die Besitzer doch von ihrer Villa getrennt: Die Miesbacher Ex-Skirennläuferin und dreimalige Olympia-Medaillengewinnerin Christa Kinshofer-Rembeck und ihr Ehemann, der Münchner Orthopäde Dr. Erich Rembeck, haben die Villa in exklusiver Wohnlage am Leeberg gekauft. Sie wollen das Haus umbauen und hier selbst einziehen. Wieder einmal stand der Bauantrag für das Haus also auf der Tagesordnung des Bauausschusses – doch diesmal lief alles rund. Denn: Keinen riesigen Neubau, sondern einen moderaten Umbau plant das Ehepaar.

Laut Architekt soll das Haus einen neuen Dachstuhl bekommen und der bisherige First um 20 Zentimeter erhöht werden. Auch äußerlich wird das Haus auf Vordermann gebracht, sonst wird sich nicht viel verändern, wie sich anhand der Pläne erkennen ließ, die Bauamtsleiterin Bettina Koch vorlegte. Im Gegensatz zum ersten Antrag, konnten sich die Bauausschuss-Mitglieder und Bürgermeister Johannes Hagn (CSU) mit dieser Version anfreunden. Sie stimmten zu. Schon im Frühjahr sollen die Bauarbeiten beginnen. Eine Herausforderung, denn das Haus liegt unterhalb des Höhenwegs am steilen Leeberg. Der schmale Heuweg kann nur kleine Baufahrzeuge verkraften.

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