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In der Tegernseer Dreifachturnhalle, in der derzeit Asylbewerber untergebracht sind, haben sich zwei Flüchtlinge am Dienstagabend heftig gestritten.

Senegalese (28) würgt Security-Mitarbeiter

Streit in Tegernseer Asyl-Unterkunft eskaliert völlig

Tegernsee - Zu einem heftigen Streit zwischen Asylbewerbern ist es am Dienstagabend in der Tegernseer Unterkunft gekommen. Die Polizei hat jetzt etwas mehr Klarheit in dem sehr verworrenen Fall.

Wie bereits am Mittwochmorgen berichtet, ist es in der Tegernseer Asylbewerberunterkunft zwischen mehreren Flüchtlingen zu einem heftigen Streit gekommen, der schließlich eskalierte. Was genau vorgefallen war, konnte die Polizei aufgrund der sprachlichen Barrieren zwischen den ermittelnden Beamten und den Flüchtlingen am Mittwoch nicht mitteilen. Jetzt bringt sie Klarheit in den äußerst verworrenen Fall.

Demnach sind am Dienstagabend gegen 19 Uhr ein Senegalese (20) und ein Nigerianer (42) wegen eines Kopfhörers aneinandergeraten. Der Nigerianer nahm dem jüngeren Mann den Kopfhörer weg und schlug ihm mit der Faust ins Gesicht. Der Senegalese erlitt erhebliche Zahnverletzungen und wurde mit dem Sanka ins Klinikum Rechts der Isar in München gebracht. Der Schläger wurde wegen vorsätzlicher Körperverletzung angezeigt. In der Münchner Klinik angekommen, verschwand der geschlagene Senegalese, bevor er behandelt werden konnte. Er wolle sich an dem Nigerianer rächen, erklärte er, und machte sich auf den Weg zurück nach Tegernsee. Bereits in Schaftlach gelang es der Polizei den Mann in der BOB in Gewahrsam zu nehmen.

Während der Schlägerei ereignete sich in der Unterkunft in der Dreifachturnhalle ein weiterer Vorfall: Ein Senegalese (28) randalierte. Er warf Schränke um und zerlegte ein Bett. Mit einem Metallrohr aus dem Unterbau seines Bettes schlug er die Verglasung einer Tür ein und zog sich wohl dabei erhebliche Verletzungen am Unterarm zu. Der andere Senegalese, der zuvor geschlagen worden war, gab später an, der 28-Jährige habe ihm helfen wollen und sich nicht selbst verletzt, sondern sei durch einen anderen Flüchtling mit der Metallstange verletzt worden.

Die Mitarbeiter des Security-Dienstes wollten einschreiten und den randalierenden Mann zur Vernunft bringen. Der Senegalese würgte daraufhin einen der Securitys. Der Sicherheitsdienst rief die Polizei, die mit vier Streifenbesatzungen aus Bad Wiessee und Nachbardienststellen anrückte. Als der Senegalese zwei der Beamten sah, ging er schreiend mit dem Metallrohr auf sie los. Die Polizisten mussten sich verteidigen und setzten Pfefferspray ein. Schließlich gelang es den Beamten, den Randalierer zu Boden zu bringen und zu fesseln. Ein Sanka brachte den jungen Mann ins Krankenhaus Agatharied, wo er wegen seiner schlimmen Schnittverletzungen operiert werden musste.

Die Polizeibeamten blieben bei dem Einsatz unverletzt. Der geschlagene Senegalese (20) wurde in einer anderen Unterkunft untergebracht, um eine erneute Eskalation zu vermeiden. Der randalierende 28-Jährige muss sich wegen versuchter gefährlicher Körperverletzung, vorsätzlicher Körperverletzung, Bedrohung, Widerstands gegen Vollstreckungsbeamte und Sachbeschädigung verantworten. Seine Abschiebung werde derzeit geprüft, so Paul Knott, stellvertretender Dienststellenleiter der Polizei Bad Wiessee auf Nachfrage. Erschwerend kommt hinzu, dass der Senegalese vor einiger Zeit einen Polizisten in die Hand gebissen hat. Die Ermittlungen zu den Taten dauern an. An dem Vorurteil, dass Straftaten, die Asylbewerber begehen, nicht geahndet werden, ist freilich nichts dran, genauso haltlos sind diese Vorurteile. Inzwischen hat sich die Lage in der Unterkunft wieder beruhigt, wir waren vor Ort und haben mit der verantwortlichen Sozialpädagogin gesprochen.

sta

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