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Gerüchte über die Situation in der Tegernseer Turnhalle entstehen immer wieder.

Zeugen bekommen angeblich einen Maulkorb

Leser beklagt "katastrophales Benehmen" von Tegernseer Flüchtlingen

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Tegernsee - Bewohner prügeln sich, benutzen Waschbecken als Toiletten - und niemand darf darüber sprechen. Über "katastrophales Benehmen" der Flüchtlinge in Tegernsee berichtet ein Leser. Was ist dran?

Es sind schwere Vorwürfe, die ein Leser gegenüber Landratsamt und Polizei erhebt. Ämter und Verantwortliche verschweigen, so der Mail-Schreiber, wie es in der Tegernseer Turnhalle wirklich zugeht. Die Halle dient seit August 2015 als Asylbewerber-Unterkunft. "Fast täglich" komme es seitdem dort zu gewalttätigen Auseinandersetzungen, das habe ihm ein Sanitäter berichtet, so der Leser. Außerdem werde "in Waschbecken gekotzt und geschissen", Handwerker und Reinigungskräfte hätten das Ganze dann zu reinigen oder zu reparieren - und müssten unterschreiben, dass sie darüber in der Öffentlichkeit kein Wort verlieren.

"Das gibt's immer wieder, dass Behörden und Polizei vorgeworfen wird, sie würden Sachen unter Verschluss halten", sagt Birger Nemitz, Sprecher des Landratsamtes Miesbach. Das sei nicht der Fall. Freilich komme es in einer Unterkunft mit derzeit 201 Bewohnern immer mal wieder zu Auseinandersetzungen. Auch unter Alkoholeinfluss. In der Halle gelte zwar striktes Alkoholverbot, man könne schon betrunkenen Bewohnern vor allem bei den derzeitigen Witterungsverhältnissen aber natürlich nicht den Zutritt verweigern. Weil der Sicherheitsdienst angewiesen sei, nicht selbst einzugreifen, sei dabei auch oft die Polizei vor Ort. Häufig wirke ein Einsatz nach außen aber anders, als die Situation tatsächlich verlaufen sei. So sei er kürzlich am Wochenende von einem besorgten Bürger angerufen worden, weil Sanitäter und Polizei vor der Halle standen. "Tatsächlich hat sich ein Bewohner aber nur das Knie verdreht", so Nemitz.

Zum Thema Hygiene gibt Nemitz zu, dass es in der Turnhalle hin und wieder zu unschönen Szenen komme. "Manche Bewohner haben was Toilettenbenutzung und Hygiene angeht andere Traditionen." Ein Piktogramm bei den Duschen weise zum Beispiel darauf hin, dass diese nicht für Toilettengänge genutzt werden sollen. "Der Helferkreis arbeitet daran, dass das gelernt wird." Kein Handwerker oder Mitarbeiter der Reinigungsfirma, die in der Halle putzt, sei aber angewiesen worden, über solche Vorfälle Stillschweigen zu bewahren. Und: Die Flüchtlinge helfen bei der Reinigung des Sanitärbereichs wie der gesamten Halle mit.

Grundsätzlich sei dem Landratsamt schon klar, dass die Unterbringung in der Turnhalle nicht optimal sei - wobei sie "den Umständen entsprechend gut" sei. Dennoch soll sie sobald als möglich geräumt werden. Der Zeitpunkt hänge aber von mehreren Faktoren ab, die derzeit nicht absehbar seien: die Fertigstellung der Asyl-Traglufthalle in Rottach-Egern, aber auch die wöchentliche Zuweisung von Flüchtlingen durch die Regierung. Derzeit liege die bei 33 Asylbewerbern für den Landkreis. "Wird sie erhöht, müssen wir neu überlegen." Auf jeden Fall vermieden werden soll, dass die Turnhalle geräumt und später wieder belegt werde. "Das ist auch so mit dem Tegernseer Bürgermeister besprochen worden."

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