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Den Ludwig-Thoma-Saal in der Tegernseer Rosenstraße dürfen die Gymnasiasten traditionell für ihre Theater-Aufführungen nutzen. Das letzte Mal gab's danach jedoch Ärger mit der Stadt.

Nach der Theateraufführung des Gymnasiums

Schüler hinterlassen Saustall im Thoma-Saal

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Tegernsee - Einen umjubelten Erfolg hat die Theatergruppe des Gymnasiums im Ludwig-Thoma-Saal in Tegernsee gefeiert. Doch am nächsten Morgen gab's Katerstimmung - und Ärger mit der Stadt.

Nachdem sich am vergangenen Samstagabend der Bühnenvorhang im Ludwig-Thoma-Saal geschlossen hatte, gab’s für die Theaterspieler des Tegernseer Gymnasiums um Lehrerin Barbara Winkler allen Grund zum Feiern: Zwei gelungene Aufführungen der "Drei Musketiere" hatten die Schüler auf die Bühne gebracht, das Publikum applaudierte begeistert.

Die Gymnasiasten begossen ihren Erfolg im Anschluss scheinbar mit reichlich Alkohol, zudem soll heftig geraucht worden sein. Aufgeräumt wurde nicht mehr. Die Hinterlassenschaften der Schüler – leere Flaschen, Dreck und überquellende Müllkörbe – fand der Hausmeister am nächsten Morgen noch vor. Das Aufräumkommando der Theatergruppe rückte wohl erst am späten Sonntagvormittag an.

Der Ärger darüber war groß. Der zuständige Mitarbeiter der Tourist-Info sei empört gewesen über den Saustall, berichtet Vize-Bürgermeister Heino von Hammerstein, der derzeit Rathaus-Chef Johannes Hagn vertritt. Der Saal sei in einem derart schlechten Zustand gewesen, dass am Sonntag noch nicht einmal das Kurkonzert darin habe stattfinden können. „Da ist etwas entgleist, das ist sehr bedauerlich und sollte nicht wieder vorkommen“, sagt Hammerstein. Die Aufsicht habe in diesem Fall „nicht funktioniert“.

Konsequenzen möchte die Stadt aus dem Vorfall dennoch nicht ziehen. Man halte an der bisherigen Nutzungsvereinbarung fest, die Schule dürfe den Thoma-Saal auch künftig für ihre Theateraufführungen und Bunten Abende nutzen. „Wir gehen davon aus, dass das Gymnasium die Sache klärt und in den Griff bekommt“, meint der Vize-Bürgermeister, der damit auch mit einem Gerücht aufräumt, wonach die Schüler den Saal angeblich nicht mehr betreten dürfen.

Zu dem Vorfall selbst wollte Gymnasiums-Direktor Werner Oberholzner noch keine Stellung beziehen, da die zuständige Lehrkraft derzeit nicht im Haus sei. Er hat aber bereits einen Gesprächstermin mit ihr vereinbart. „Wir werden das intern besprechen“, versichert Oberholzner. Ihm sei sehr daran gelegen, das gute Einvernehmen mit der Stadt zu erhalten. Das Gymnasium dürfe den Saal seit Jahren nutzen – und bisher habe es noch nie größeren Ärger gegeben.

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