Tegernsee: Parküberwacherin trotz Corona-Krise weiterhin unterwegs
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Trotz Corona-Krise: Wer in Tegernsee parkt, muss auch weiterhin ein Ticket ziehen.

Müssen Strafzettel jetzt noch sein?

Tegernsee: Parküberwacherin trotz Corona-Krise weiterhin unterwegs

  • Gerti Reichl
    vonGerti Reichl
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Wegen des Coronavirus bleiben Geschäft geschlossen und Arbeiter zuhause. Doch die Parküberwachung läuft weiter. Eine Tegernseerin wundert sich: Muss das sein?

Tegernsee – „Während im Gesundheitsamt Miesbach auch Rentner aushelfen müssen und dringend Personal gesucht wird, muss die arme Politesse in Tegernsee jetzt noch kontrollieren. Muss das jetzt noch sein?“, wundert sich die Tegernseerin Evi Bertele-Busse und denkt vor allem an jene Einheimische, die teilweise wegen geschlossener Geschäfte und Gaststätten ihr Auto ausnahmsweise nicht nur nachts, „sondern nun leider auch am Tag nicht auf einem Betriebsparkplatz, sondern am Straßenrand in Tegernsee parken müssen“.

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Tegernsee: Parküberwacherin trotz Corona-Krise weiterhin unterwegs

Es sei wichtig, den Bürgern gerade in diesen Zeiten zu signalisieren, dass die öffentliche Ordnung nicht gefährdet ist – so hatte sich Michael Braun, Geschäftsführer des Zweckverbands Kommunales Dienstleistungszentrum Oberland, bereits auf Nachfrage unserer Zeitung geäußert (wir berichteten). Bürgermeister Johannes Hagn (CSU) nennt weitere Gründe: Zum einen sei die Parküberwacherin für bestimmte Zeiten bei einer Privatfirma, mit der die Stadt für die Überwachung des ruhenden Verkehrs zusammenarbeitet, gebucht und müsse auch ihr Geld verdienen. „Zum anderen müssen wir erst abwarten, ob unser geharnischter Brief wegen des Ausflugsverkehrs Wirkung zeigt“, erklärt der Rathauschef.

Wie berichtet, sind trotz weitgehender Ausgangsbeschränkungen immer noch etliche Menschen unterwegs und steuern Parkplätze in Tegernsee an. „Die Überwacherin gibt auch Infos an uns weiter, wie die Lage ringsum ist“, berichtet Hagn. Man werde die Situation beobachten und gegebenenfalls die Verkehrsüberwachung herunterfahren. 

Wenig später in der Corona-Krise: Hat die Politik die Zahnärzte vergessen? Zahnarzt Dr. Siegfried Marquardt aus Tegernsee hat einen Brief an Jens Spahn geschickt. Darin spricht er von einem „unfassbaren Skandal“.

Mehr Lärm und eine hohe Verkehrsbelastung: Aktuell fahren vermehrt schwere Laster auf der B307 im Tegernseer Tal. Das hängt mit der Corona-Pandemie zusammen.

Von wegen nur Solidarität: Ein Ehepaar aus Bad Wiessee, das aufgrund einer Coronavirus-Infektion seit 14 Tagen in Quarantäne lebt, macht schlimme Erfahrungen.

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