Papiercontainer Tegernsee Klosterwachtstraße Corona
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Der Papiercontainer an der Klosterwachtstraße bekommt eine Einzäunung.

Stadtrat hat erneut über den Papiercontainer an der Klosterwachtstraße diskutiert

Zaun rückt dem „Saustall“ zu Leibe

  • Gerti Reichl
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Der Stadtrat hat erneut darüber diskutiert, wie der „Saustall“ am Papiercontainer an der Klosterwachtstraße in den Griff zu bekommen ist. 

Tegernsee – Der überquillende Papiercontainer an der Klosterwachtstraße bringt nicht nur Rathauschef Johannes Hagn (CSU) und die Bauhofleute in Rage, sondern sorgt auch für eine lebhafte Diskussion. Bei der Stadtratssitzung am Dienstag im Quirinal machte Hagn den „Saustall“ dort erneut zum Thema.

Dass der Zustand vor allem auf die Corona-Krise und den florierenden Online-Handel zurückzuführen ist, darauf machte Geschäftsleiter Hans Staudacher deutlich. Der Bauhof wollte es genauer wissen und machte sich 14 Tage lang nicht nur ein Bild von der Lage rund um den Container, sondern auch vom Inhalt. Das Ergebnis: „Nur 30 Prozent der Anlieferungen kommen offenbar aus Tegernsee“, berichtete der neue Bauhofleiter Anian Hölzl. Videoüberwachungen hätten zudem gezeigt, dass hemmungslos sperrige Kartonagen entsorgt werden, „von 3 Uhr morgens bis 23 Uhr nachts.“

Wie kann Tegernsee die Situation in den Griff kriegen? Das kommunale Abfallentsorgungsunternehmen VIVO leere den Container zweimal wöchentlich, montags und freitags, und habe großes Interesse am Erhalt des Standorts, erklärte Staudacher. Hagn, der schon die Entfernung des Containers ins Auge gefasst hatte, schlug einen Zaun vor, der von den Bauhofleuten auf- und zugesperrt und an dem sich die VIVO finanziell beteiligen würde.

Wertstoffhof statt einzelner Container?

In der folgenden Diskussion kamen viele Vorschläge: Ursula Janssen (Grüne) war dafür, den Container zum Bauhof zu verlegen. „Das ist einen Gedanken wert“, meinte Hölzl. Doch die Stadt habe dort ein „Platzproblem“ Hölzl sprach von einer „Gefährdungssituation“. Überhaupt kam der Wunsch nach einem Wertstoffhof erneut auf. Carolin Machl (CSU) war dafür, dies zu prüfen. Auch Thomas Mandl (SPD), der einen Zaun um den Container als „letztes Notmittel“ empfand, regte diesen an: „Ein Wertstoffhof wäre für Tegernsee keinesfalls überkandidelt“, meinte Mandl. 

Anton Lengmüller (FWG) war der Überzeugung, dass die Situation auf die Wertstoffhof-Schließungen ringsum zurückzuführen sei. „Der Saustall wird sich relativieren“, sagte er und sprach sich für eine Einzäunung aus. Florian Kohler (BürgerListe) war nicht nur für strengere Kontrollen („Wenn wir die Falschparker kontrollieren, können wir auch Müllschweine kontrollieren“), sondern schlug eine dreimalige, statt zweimalige Leerung vor. Hölzl machte da wenig Hoffnung, versprach aber, sich erneut mit der VIVO zu besprechen. Auch hielt er den Vorschlag von Manuela Brandl (BürgerListe) nicht für ausgeschlossen, kleinere, 1100-Liter-Container aufzustellen. Die würden angesichts des geringen Anteils an Tegernseer Nutzern ausreichen, so Brandl.

Am Ende der ausführlichen Debatte wurde mit zwei Gegenstimmen folgender Weg beschlossen: Die Stadt hält am Standort Klosterwachtstraße zunächst fest, sie lässt einen beweglichen Zaun für etwa 900 Euro installieren. Nach der Sommerpause soll das Thema wieder auf den Tisch.

Alle Infos aus der Region lesen Sie hier.

Und: Irrer Kuhglockenstreit in Holzkirchen beendet.

gr

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