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Komplett verwüstet: Eingangsbereich der Kreissparkasse in Tegernsee. Deren Chef Mihalovits verfolgte den Täter.

Filiale verwüstet

Wilde Verfolgungsjagd am Tegernsee: Kreissparkassen-Chef schnappt Randalierer bei filmreifer Aktion

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Am Sonntagmorgen rastete ein Mann in der Tegernseer Filiale der Kreissparkasse völlig aus. Der Kreissparkassen-Chef kam zum Aufräumen - was danach geschah, ist filmreif.

  • Filmreife Verfolgungsjagd in Tegernsee
  • Der Chef der Kreissparkasse verfolgte einen Randalierer
  • Der Mann hatte zuvor die Filiale der Sparkasse verwüstet

Tegernsee - Gegen 5 Uhr morgens rastete ein 35-Jähriger aus Hausham in der Tegernseer Niederlassung der Kreissparkasse völlig aus. Er trat gegen Mülleimer, riss Aschenbecher um, verstreute Pflanzensubstrat und löste den Feuerwehralarm aus.

Die Geschäftsstelle der Kreissparkasse in Tegernsee wurde verwüstet.

Um 7.15 Uhr läutete die Feuerwehr bei Kreissparkassen-Chef Martin Mihalovits (50) an, der in Windeseile  ins Auto sprang, um von seinem Wohnort Miesbach nach Tegernsee zu fahren. Gemeinsam mit drei Mitarbeitern räumte der Chef auf, damit wieder alles gut aussieht, wenn die Kundschaft kommt. Vorher schaute er sich noch die Überwachungskamera an. Die zeigte eine gestochen scharfes Bild des Randalierers. Mihalovits fotografierte es mit seinem Handy ab und schickte es an die Polizei Bad Wiessee.

Kreissparkasse verwüstet: Überwachungskamera Bild des Täters

Als die gröbste Arbeit getan war, setzte sich Mihalovits in seinen schwarzen BMW, um zurück nach Miesbach zu fahren. Am Tegernseer Ortsausgang sah er einen Mann auf dem Radweg gehen. „Das ist er doch!“, fuhr es ihm durch den Kopf. Er wendete seinen Wagen, um den Mann noch einmal zu sehen. Und tatsächlich: Es handelte sich eindeutig um den Mann, der die Kreissparkasse verwüstet hatte.

Mihalovits blieb dran. Er benachrichtige seine Mitarbeiter, die noch in der Geschäftsstelle geblieben waren, damit sie die Polizei rufen, und verfolgte den Mann weiter. Der hatte die Wendemanöver des schwarzen BMW bemerkt und versuchte zu flüchten.

Kreissparkassen-Chef nimmt die Verfolgung auf, Mitarbeiter kommt zu Hilfe 

Martin Mihalovits

Der sportliche Kreissparkassen-Chef stellte sein Auto ab, setzte die Verfolgungsjagd zu Fuß fort und ließ sich nicht abschütteln. „Der Mann hat versucht, Autos aufzuhalten, damit er weg kommt. Aber es hat natürlich keiner angehalten“, berichtet Mihalovits. Unterdessen war einer der Mitarbeiter dem Chef zu Hilfe geeilt.

Per Handy blieb Mihalovits mit der Polizei in Kontakt. Er wahrte ein wenig Abstand. „Der Mann hätte ja auch ein Messer haben können“, meint Mihalovits. Und  wie aggressiv er sein kann, hatte sich in der Kreissparkassen-Geschäftsstelle ja schon gezeigt. Mihalovits und sein Mitarbeiter blieben dem Mann bis zur Tagungsstätte in St. Quirin auf den Fersen. Als die Polizei eintraf, nahmen die Beamten den Mann schnell in die Zange. Er ließ sich widerstandslos festnehmen. Die Identifizierung war dank der Bilder aus der Überwachungskamera einfach.

Mihalovits fuhr nach Hause und gönnte sich erst einmal ein Frühstück. „Meinen Frühsport habe ich ja schon gehabt“, meinte er. 

Der Schaden  in der Geschäftsstelle beträgt etwa 2000 Euro. Der Randalierer ist wieder auf freien Fuß, muss sich aber wegen Sachbeschädigung verantworten - und wegen des Missbrauchs von Notrufen.

Eine dramatische Verfolgungsjagd hat sich ein Rechtsanwalt mit einem Polizisten geliefert. Die Polizei ermittelt nun gegen den Anwalt unter anderem wegen gefährlicher Körperverletzung, gefährlichen Eingriffs in den Straßenverkehr und Trunkenheit im Verkehr. Auch eine Verfolgungsjagd auf der A92 war recht spektakulär. Fast ein Dutzend Streifenwagen und ein Hubschrauber waren einem Flüchtigen auf den Fersen.

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