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Ein Smartphone genügt: Auch in Tegernsee, hier am Zentralparkplatz, ist ab Anfang Mai das Gebührenzahlen per Handy-App möglich.

Parkgebühren

Tegernsee und Bad Wiessee werden „mobil“

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Nur mit Euro und Cent den Parkscheinautomaten füttern? Das war gestern. Rund um den Tegernsee ist jetzt fast überall das Parken via Handy-App möglich. Nur Rottach-Egern tanzt noch aus der Reihe.

Tegernsee – Einparken, aussteigen, zum Parkscheinautomaten gehen, das passende Kleingeld suchen, ein Ticket ziehen: All das entfällt künftig für Autofahrer, die aufs Parkgebühr-Zahlen per Handy abfahren. Jetzt hat auch Tegernsee einen entsprechenden Stadtratsbeschluss vom August 2017 umgesetzt und alle seine Parkscheinautomaten – 34 Stück – entsprechend umgerüstet. Die Stadt hat sich dabei für den Anbieter ParkNow entschieden, eine Kooperation zwischen BMW und der Parkmobile Group, die in Deutschland und Österreich immer weiter auf dem Vormarsch ist. Wer sich für diese moderne Version des Zahlens entscheidet, braucht lediglich ein Smartphone, muss die ParkNow-App herunterladen, sich registrieren und ist in wenigen Schritten am Ziel. Die Abrechnung erfolgt am Monatsende je nach Wunsch per Lastschrift, PayPal, Kreditkarte oder Handy-
rechnung.

Zeitgleich mit der Umrüstung hat die Stadt auch ihre Gebühren geändert – zum Vorteil der Autofahrer: Statt nur 30 Minuten wie bisher, sind jetzt 60 Minuten gebührenfrei. Jede weitere Stunde kostet einen Euro. Am Zentralparkplatz, auf der Point und am Bahnhof kostet das Tagesticket täglich, auch am Wochenende, fünf Euro, am Wanderparkplatz Neureuth drei Euro. Der Parkplatz an der Seesauna stellt eine Ausnahme dar: Für Saunagäste ist er kostenlos, alle anderen zahlen für die erste Stunde nichts, jede weitere Stunde kostet 2,50 Euro, Tagestickets sind hier nicht möglich. „Innerorts, also rund um die Hauptstraße, kann man jetzt auch den Parkplatz wechseln, ohne dafür ein neues Ticket ziehen zu müssen“, erklärt Bürgermeister Johannes Hagn (CSU) eine weitere Neuerung. „Das haben wir eingeführt, weil es die Geschäftsleute unterstützt.“

Was das mobile Bezahlsystem via ParkNow-App betrifft, so befindet sich die meisten Tal-Gemeinden in einer Spur. Kreuth hatte das System im Frühjahr 2017 als erste Gemeinde eingeführt – wegen der vielen bewirtschafteten Wanderparkplätze, wo manch einer Probleme hatte mit fehlendem Kleingeld. Gmund zog im Herbst 2017 nach und führte es ebenfalls an allen seinen bewirtschafteten Parkplätzen ein.

Anfang Mai könnte es auch in Bad Wiessee klappen mit der mobilen Version: „Wir versuchen, den Start zum Monatsanfang pünktlich zu schaffen“, sagt Geschäftsleiter Hilmar Danzinger, „doch an ein paar Geräten klappt’s noch nicht so ganz.“ Auch bleibt Bad Wiessee bei seinen Gebühren, die nicht ganz so freundlich sind wie die in Tegernsee: Nur 30 Minuten kann innerorts gebührenfrei geparkt werden, dann sind 50 Cent für jede folgende halbe Stunde fällig. Das Tagesticket kostet fünf Euro, an den Wanderparkplätzen vier Euro.

Und Rottach-Egern? „Wir haben uns bisher noch zurückgehalten und schauen, wie’s bei den anderen mit der App läuft“, sagt Geschäftsleiter Gerhard Hofmann. Erstens habe Rottach-Egern keinen Wanderparkplatz, und zweitens liegen alle Parkplätze zentral im Ort. Gebühren sind hier nur bis 18 Uhr, und auch nur von Montag bis Samstag fällig. „Und da haben alle Geschäfte geöffnet, wo man zur Not Kleingeld bekommt.“ In der Tiefgarage und am Zentralparkplatz kostet hier das Tagesticket fünf Euro, an der Seestraße und am Seeforum sind maximal vier Stunden erlaubt, „weil wir hier bewusst einen Wechsel wollen“, so Hofmann. Dennoch: Im nächsten Jahr werde sich der Gemeinderat wieder mit dem Thema Bezahlen per Handy-App befassen. Bis dahin muss man in Rottach-Egern Kleingeld parat halten.

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