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Eine Schifffahrt macht Spaß, ist aber ziemlich teuer. Inhaber der TegernseeCard fahren künftig günstiger.

Staatsbetrieb schließt Kooperationsvertrag 

Tegernsee-Urlauber fahren günstiger Schiff

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Tegernsee - Nun also doch: Die TegernseeCard gilt künftig auch für Schifffahrten auf dem Tegernsee. Um den Vertrag zu unterzeichnen, kommt Finanzminister Markus Söder am Freitag persönlich nach Tegernsee.

Die Bayerische Seenschifffahrt macht mit bei der TegernseeCard. Eine Nachricht, die das Ende eines langen Weges und zäher Verhandlungen markiert. Um den Kooperationsvertrag zu unterzeichnen, kommt Finanzminister Markus Söder am Freitag, 5. August, selbst nach Tegernsee. 

Im Haus des Gastes wird er sein Signum unter die Vereinbarung setzen, gemeinsam mit den Tal-Bürgermeistern als Gesellschaftern der Tegernseer Tal Tourismus GmbH. Für den Urlaubsgast mit TegernseeCard heißt das: Er muss für eine Schifffahrt auf dem Tegernsee deutlich weniger bezahlen als bisher. Wie viel weniger, das gibt Söder persönlich beim Pressetermin am Freitag bekannt, bis dahin ist Stillschweigen vereinbart. 

„Aber es ist ein großartiges Ergebnis“, meint Christian Kausch als Geschäftsführer der TTT. Die TegernseeCard werde durch die Beteiligung der Seenschifffahrt stark aufgewertet. Aktuell bieten 172 Hotels, Gästehäuser und Pensionen im Tegernseer Tal ihrer Kundschaft die Card an, das sind etwa ein Drittel aller Gastgeber. „Die Karte wird sehr gut angenommen“, meint Kausch. Die Inhaber können zahlreiche Ferienangebote zu ermäßigten Preisen nutzen. Aber eben nicht günstig Schiff fahren: Der Staatsbetrieb lehnte eine Partnerschaft mit der TTT bisher ab. 

Zuletzt holte sich der damalige Landrat Jakob Kreidl im Mai 2013 bei Finanzminister Söder eine schriftliche Abfuhr: Aus wirtschaftlichen Gründen sei eine Beteiligung an der Card nicht möglich. Schon in ihrer jetzigen Form stelle die Seenschifffahrt eine Tourismusförderung für das Tal dar. Im September 2013 ergriff der Tegernseer Gastgeber Heinz Waldenmaier die Initiative und wandte sich direkt an Ministerpräsident Horst Seehofer, unterstützt von der TTT und vielen weiteren Verbänden. Später hakte er bei einer Schiffswallfahrt beim Finanzminister nach. Dass Söder die Bitten nun doch erhört hat, freut Waldenmaier ebenso wie Kausch. Letzterer hat die Verhandlungen mit dem Geschäftsführer der Seenschifffahrt, Michael Grießer, vor Kurzem abgeschlossen. Auch die Bürgermeister hatten sich immer wieder für die Kooperation stark gemacht. Die ist ein echtes Zuckerl für die Urlaubsgäste – und soll obendrein die Straßen rund um den See entlasten.

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