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Das Areal des Hotels Der Westerhof.

Urteil im Nachbarschaftsstreit 

Greither muss Niederlage vor Gericht einstecken

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Seit 2012 haben der Eigentümer des Westerhof-Hotels und ein Nachbar vor Gericht gestritten. Jetzt ist ein Urteil gefallen.

Tegernsee/München – Während die Pläne für den Abriss des Hotels Der Westerhof und der Neubau eines Gesundheitshotels mit 270 Betten die Stadt sowie Behörden und Gutachter beschäftigen, musste Eigentümer Andreas Greither gestern vor dem Oberlandesgericht (OLG) eine Niederlage in einemseit 2012 laufenden Nachbarschaftsstreit hinnehmen. Darin ging es um den Seeblick, die Höhe von Bäumen und Sträuchern und ein Bebauungsverbot auf einem Grundstück am Westerhof. Zuletzt wurde in einer Berufungsklage zu einem Urteil in erster Instanz verhandelt.

„Die Klage des Nachbarn erweist sich als überwiegend erfolgreich“, fasst Richterin Annette Neumair als Sprecherin des OLG das 59 Seiten umfassende Urteil zusammen.

Westerhof-Eigentümer unterliegt vor Gericht: Der Weg muss wieder weg

Darin heißt es unter anderem, dass Greither auf einem Grundstücksteil, für den Grunddienstbarkeiten eingetragen sind, Pflanzen über zwei Meter Höhe entfernen muss. Zudem muss er einen Schotterweg, die sogenannte Südspange, beseitigen und den ursprünglichen Zustand wiederherstellen, indem er, so das Urteil, „eingebrachten Kies entfernt und durch Humus ersetzt sowie den ursprünglichen Geländeverlauf wieder herstellt“. Auch muss er die Fläche mit Wildkräutern und Gras begrünen. Das Anlegen von Wegen, Straßen, einschließlich Straßenunterbau sei zu unterlassen, heißt es weiter. Das bedeutet, dass dieser Bereich nicht für eine eventuelle Baustellenzufahrt in Frage kommt.

Westerhof-Eigentümer vor Gericht: „Urteil geht in Ordnung“

„Der Weg hat nichts mit einer Baustellenzufahrt zu tun“, betont der Unternehmer und Mediziner in einer ersten Reaktion. Insgesamt, so Greither, „geht das Urteil in Ordnung, und der Nachbarschaftsfrieden ist wieder hergestellt.“

Dass Greither in Revision geht, ist laut Urteil ausgeschlossen. „Es sei denn, es kommt zu einer Nichtzulassungsbeschwerde beim Bundesgerichtshof“, so die Richterin. Der Streitwert des Berufungsverfahrens wurde auf 250 000 Euro festgesetzt, laut Urteil muss Greither als Beklagter 90 Prozent tragen.

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gr

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