Das Sportbecken im Wiesseer Badepark.
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Das Sportbecken im Wiesseer Badepark.

Neuer Badepark in Bad Wiesee

Defizit-Vereinbarung? Tegernseer würden nur fürs Sportbecken mitzahlen

  • Gerti Reichl
    vonGerti Reichl
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Bad Wiessee will einen neuen Badepark bauen. Bei den späteren Betriebskosten hoffen die Wiesseer auf die Solidarität der anderen Talgemeinden. Es dürften schwierige Verhandlungen werden, wie sich jetzt im Stadtrat Tegernsee zeigte.

Tegernsee – Die Mehrheit der am Bürgerentscheid beteiligten Bad Wiesseer hat sich für den Abriss und Neubau des Badeparks ausgesprochen. Die Weichen für die Neuplanung sind damit gestellt. Im Rahmen der Stadtratssitzung in Tegernsee kam Andreas Obermüller (FWG) auf das Vorhaben zu sprechen, schließlich sollen sich nach dem Wunsch Bad Wiessees auch die anderen Tal-Kommunen finanziell beteiligen.

Schon im Januar hatte der Bad Wiesseer Gemeinderat beschlossen, dass nach dem Bürgerentscheid die Planungen unter Berücksichtigung europäischer Vergaberichtlinien fortzuführen sind. Noch vor der Vergabe der Gewerke, so heißt es im Beschluss weiter, müsse mit den vier benachbarten Talgemeinden „eine vom Gremium akzeptierte, dauerhafte Defizitvereinbarung geschlossen werden, die die Verluste des Schwimmbereichs im künftigen Bad in einem akzeptablen Maße verteilt.“ Und weiter: „Die Verluste der Schwimmeinrichtungen der Gemeinden Rottach-Egern und Kreuth können hierbei Berücksichtigung finden.“

Auch Tegernsee leistet Infrastruktur für andere Talgemeinden

„Über diese Vereinbarung muss man erst noch diskutieren“, stellte Bürgermeister Johannes Hagn (CSU) fest. Hier müsse man sehr vorsichtig sein und die Summe natürlich deckeln. Auch Tegernsee könne Dinge in die Waagschale werfen, von der alle etwas hätten, etwa die Tegernsee Bahn und die Kosten für die Elektrifizierung. Ernsthafte Gespräche, so Hagn, hätten noch nicht mit Bad Wiessee stattgefunden. Zusagen, versicherte er, würde er nie ohne Beteiligung des Stadtrats machen.

Hagn wurde dann ein wenig konkreter: Ja, die Stadt sei am Neubau des Badeparks interessiert. Aber es gehe nur um ein Schwimmbecken. „Schließlich wollen wir keine Konkurrenz zu unserer Seesauna finanzieren.“ Dies habe er schon dem Ex-Bürgermeister Peter Höß mitgeteilt. „Entsprechende Gesprächsnotizen müssten vorliegen“, so Hagn. Überdies machte er klar: Zusagen würden nicht über einen Bürgerentscheid in Bad Wiessee entschieden, „sondern über lange und zähe Verhandlungen im Stadtrat“.

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