Er schlug und biss andere

Aggressiver Senegalese: Wohnt er noch in Tegernsee?

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Tegernsee - Regelmäßig ist ein Senegalese, der in der Tegernsee Asyl-Unterkunft untergebracht ist, in den vergangenen Monaten ausgerastet, hat randaliert und andere verletzt. Gibt es inzwischen Konsequenzen?

Im Herbst ist der 27-Jährige alle paar Wochen in einem Polizeibericht aufgetaucht. Mal randalierte er im Bad der Unterkunft, mal bedrohte er das Sicherheitspersonal und seine Mitbewohner, schlug um sich und biss zu. Viele fragten sich: Warum ziehen Polizei oder Behörden keine Konsequenzen?

Wie Birger Nemitz, Sprecher des Landratsamtes Miesbach, damals erklärte, warte der Senegalese ohnehin auf seine Abschiebung. Eine Verlegung sei organisatorisch nicht so einfach, auch wolle man gegenüber den anderen Asylbewerbern nicht den Eindruck vermitteln, dass ein Flüchtling, der sich derart verhält, eine bessere Unterkunft bekommt. Natürlich habe man aber jedes Mal gegen den Mann Anzeige erstattet, die Verfahren laufen.

Auf erneute Nachfrage teilt Nemitz mit, dass der Senegalese nach wie vor in der Tegernseer Unterkunft wohnt. "Wir haben allerdings Maßnahmen eingeleitet." Ein Mitarbeiter des Sicherheitsdienstes habe die Aufgabe, sich vorrangig um den jungen Mann zu kümmern. "Er hat einfach ein Auge auf ihn." Seitdem habe sich das Verhalten des 27-Jährigen stark verbessert. Das Abschiebeverfahren laufe immer noch, alles hänge derzeit an den Behörden im Senegal. Das afrikanische Land gilt als sicher, die Bundesrepublik habe mit dem Senegal aber nach wie vor kein Rückführungsabkommen unterzeichnet, sodass eine Zusammenarbeit erschwert ist.

Derzeit wohnen in der Turnhalle übrigens 111 Flüchtlinge, nachdem erst am Donnerstag 52 in die neue Unterkunft in Warngau verlegt wurden. Es ist aber damit zu rechnen, so Nemitz, das die Regierung von Oberbayern noch am Donnerstag wieder bis zu 33 neue Asylbewerber Tegernsee zuweist - so viele sind wöchentlich prognostiziert. "Der Zuzug ist weiterhin ungebremst", so der Landratsamtsprecher.

Rubriklistenbild: © tp/Archiv

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