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Tegernseer verklagen Grafinger Wildbräu

Gericht: Brauhaus verliert Streit wegen Biernamen

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Tegernsee - Das Tegernseer Brauhaus musste am Donnerstag vor Gericht eine Niederlage einstecken. Das Unternehmen hatte gegen das Wildbräu Grafing geklagt - wegen eines Biernamens. 

Seit über einem Jahr schon gärt der Streit zwischen dem Brauhaus Tegernsee und dem Wildbräu Grafing (Kreis Ebersberg), der seit 2014 das "Klosterseer" anbietet. Die Tegernseer stören sich in ihrer Klage daran, dass das "Klosterseer" gar nicht an einem Klostersee gebraut wird. In Grafing gebe es gar keinen Klostersee, sondern nur im Nachbarort Ebersberg. Bei der Bezeichnung "Klostersee" handle es sich um eine Herkunftsbezeichnung, argumentierte Anwalt Stephan Degmair - und das würde vom Verbraucher auch so verstanden.

Der Anwalt des Wildbräu hielt dagegen: "Das Tegernseer ist wirklich eine Ortsbezeichnung, das Klosterseer ist das nicht." Der Tegernsee als Ort der Schönen und Reichen genieße allgemeine Wertschätzung, auf den Klostersee treffe das nicht zu, meinte der Anwalt. "Es gibt eine Vielzahl von Klosterseen, Klosterbächen, Klosterweihern."

Das Oberlandesgericht (OLG) München sah das in zweiter Instanz genauso - und wies die Klage der Tegernseer ab. Es bestehe keine Irreführung des Verbrauchers. "Klosterseer" sei wegen der Vielzahl von Klosterseen nicht geeignet, eine bestimmte geografische Herkunft zu bezeichnen.

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