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Riesenfreude über den Sieg: (v.l.) Kilian Kowolik, Sebastian Bauer, Cornelius Völmicke, Jannis Hutzler und Lukas Thür gewannen den Regionalentscheid von „business@school“. 

Tegernseer Gymnasiasten erfolgreich bei „business@school“

Lebensrettende Handyhülle verhilft Schülern zum Sieg

Großartiger Erfolg für fünf Schüler des Gymnasiums Tegernsee: Mit ihrer Idee einer Handyhülle, die Lawinenopfer sucht, haben die Burschen den Regionalentscheid der Bildungsinitiative „business@school“ gewonnen.

Tegernsee – Zum ersten Mal überhaupt hat das Gymnasium Tegernsee heuer an „business@school“, einer Aktion der internationalen Unternehmensberatung The Boston Consulting Group (BCG), teilgenommen. Und dann gleich mit diesem durchschlagenden Erfolg.

Dabei zeigte sich die Jury angesichts der Geschäftsidee „The Avalanche Rescue“, einer Handyhülle mit integriertem Lawinenverschüttetensuchgerät, am Anfang durchaus skeptisch. „Glaubt Ihr wirklich, dass Skifahrer bei einem so lebenswichtigen Gerät auf ein Teenager-Produkt setzen, das nur ein paar Euro billiger ist als die LVS-Geräte etablierter Hersteller?“, lautete die kritische Nachfrage der Juroren in Heidenheim an der Brenz. Das Suchgerät könne sich mit anderen Geräten vernetzen und so Verschüttete noch genauer orten, entgegnete Teamsprecher Sebastian Bauer (16). Auch der Tragekomfort sei größer.

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Am Ende konnten die Schüler die kritische Jury von den Vorteilen ihres Produkts und ihrem stimmigen Businessplan überzeugen. „The Avalanche Rescue“ wurde zur besten Schüler-Geschäftsidee aus Südbayern und Baden-Württemberg gekürt. Das Fazit der Jury: ein innovatives Produkt für einen interessanten und starken Markt, mit klaren Alleinstellungsmerkmalen.

Kombiniert mit einer Smartphone-App, einer Wärmefolie und einem Zusatz-Akku macht die Hülle das Handy zum zuverlässigen Lawinenretter. Eine Crowdfunding-Kampagne soll nun helfen, Geld für den Produktionsstart einzusammeln, Zulieferer sind bereits gefunden. Allerdings warnten die Wirtschaftsprofis in Heidenheim die jungen Erfinder vor Nachahmern: „Denkt darüber nach, wie ihr euer Produkt schützen könnt.“

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Mit dem Sieg beim Regionalentscheid haben sich Sebastian Bauer und seine Mitstreiter Jannis Hutzler (16), Kilian Kowolik (17), Lukas Thür (17) und Cornelius Völmicke (16) einen Platz im Deutschlandfinale am 18. Juni in München gesichert. Dort treffen die Schüler dann auf acht weitere Siegerteams der anderen Vorentscheide aus ganz Deutschland.

Die Entscheidung für das Gymnasium Tegernsee fiel laut Pressemitteilung übrigens äußerst knapp aus. Dahinter teilen sich Schüler-Teams aus Germering, Heidenheim und Holzgerlingen zweite Plätze.

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