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Ein Wohnhaus im Kinderdorf brannte nieder.

Junger Missionar auf Zeit konnte sich retten

Tegernseer Stiftung: Kinderdorf-Haus abgebrannt

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Tegernsee - Im Kinderdorf in Argentinien, das die Stiftung des Tegernseer Pfarrers Walter Waldschütz betreibt, ist ein Wohnhaus ausgebrannt. Für den Wiederaufbau braucht  die Stiftung Spenden.

Im Kinderdorf Hogar Jesus Nino der Walter-Waldschütz-Stiftung in Argentinien brannte es lichterloh. Die Flammen legten eines der Wohnhäuser in Schutt und Asche. Es war die Herberge von Florian B., Missionar auf Zeit aus dem Landkreis Bad Tölz/Wolfratshausen, der sich mit seinen Habseligkeiten unverletzt retten konnte. Für den Wiederaufbau des Hauses ist das Kinderdorf auf Spenden angewiesen.  Am Sonntag, 6. März, findet in der Tegernseer Pfarrkirche St. Quirinus ein Passionssingen zugunsten der Waldschütz-Stiftung statt. 

Passiert ist es am 30. Januar. Aus Haus Nummer 1 qualmte es, wenige Minuten später loderte das Feuer. Zu Hilfe eilten die Feuerwehren aus Puerto Rico, Garuhapé und Capioví. Einige Einsatzfahrzeuge stammen aus dem Landkreis Miesbach. Sie wurden in den vergangenen Jahren als Spenden nach Argentinien verschifft. 

Ursache des Brands ist ein technischer Defekt, wie Maria Thanbichler, Pastoralreferentin in Tegernsee, mitteilt. Retten konnten die Feuerwehren das Haus nicht. Das Gebäude brannte völlig aus, die Möbel sind verkohlt. Auch Lebensmittel für die Kinder, die in dem Haus gelagert waren, wurden zu Asche. Missionar Florian B. ist inzwischen ins Jugendhaus umgezogen. Eine Wohnung für die Missionare auf Zeit, die der Staat bezahlt, wird jetzt eilig fertiggestellt. Insgesamt besteht das Kinderdorf in Puerto Rico aus vier Wohnhäusern und einem Jugendhaus. Seit einigen Monaten gehört auch eine Kapelle dazu, für deren Bau einer Rottacherin 50 000 Euro gespendet hatte (wir berichteten).

In dem Dorf leben 30 Mädchen und Buben, deren Eltern sich nicht um sie kümmern können. Getragen wird das Dorf von der Stiftung des Tegernseer Pfarrers Walter Waldschütz. Es besteht seit 25 Jahren, Waldschütz hält engen Kontakt und war zuletzt im Herbst 2015 zu Besuch. Der Geistliche hat vor 20 Jahren auch das Jugendprojekt Missionare auf Zeit angestoßen. 

Inzwischen waren 174 junge Menschen, die meisten aus dem Landkreis Miesbach und Umgebung, als Helfer in Argentinien im Einsatz. Nicht nur als Unterstützer der Kinderdorfmütter, sondern auch bei verschiedenen Kolpingprojekten. Dazu gehören eine Kindertagesstätte und diverse Selbsthilfeprojekte. Es gibt im Landkreis einen Missionskreis, der das Kinderdorf unterstützt. An der Spitze steht Anita Bierschneider, Ehefrau des Kreuther Bürgermeisters.

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