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Ein Besuchermagnet im Sommer sind die Seefeste im Tegernseer Tal, wie hier in Rottach-Egern. Im Juli hielten sich 2018 die meisten Gäste im Tegernseer Tal auf.

TTT-Chef Kausch mit Statistik zufrieden

Gästezahlen: Tourismusregion Tegernsee im Aufwind, Kreuth an der Spitze

  • Gerti Reichl
    vonGerti Reichl
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Viel Hitze im Sommer, viel Schnee im Winter. Macht das viele Urlauber? Die Tourismusregion Tegernsee darf sich jedenfalls über gestiegene Zahlen freuen. Am deutlichsten legte Kreuth zu.

Tegernseer Tal – „2018 war insgesamt sehr gut“, freut sich Tourismus-Chef Christian Kausch mit Blick auf die Gäste- und Übernachtungsstatistik, die jetzt von der Tegernseer Tal Tourismus GmbH (TTT) herausgegeben wurde. So kamen übers ganze Jahr verteilt 370.595 Gäste – das ist ein Plus von 3,99 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Die Übernachtungen legten insgesamt um 1,98 Prozent auf 1.561.975 zu. Das bedeutet, dass insgesamt 14.213 mehr Gäste an den Tegernsee kamen und 30.394 mehr Übernachtungen im Vergleich zum Vorjahr von den Gastgebern und Vermietern gemeldet wurden.

Kreuth

Am deutlichsten legte Kreuth zu: Ein Plus von 13,05 Prozent bei den Gästen (insgesamt 69.439) steht in der Bilanz, und auch bei den Übernachtungen (229.786) sticht Kreuth mit einer Steigerung von 11,83 Prozent gegenüber dem Vorjahr im Tal-Vergleich hervor. Kausch begründet die Zuwächse mit der guten Belegung der großen Häuser wie Bachmair Weissach und Klinik im Alpenpark, aber auch mit der Tatsache, dass Kreuth nach dem Rückzug der Hanns-Seidel-Stiftung aus Wildbad Kreuth 2016 einiges verloren hatte. „Es geht wieder aufwärts“, findet Kausch, auch wegen des Trendthemas Bergsteigerdorf, von dem kleinere Vermieter profitierten. Bemerkenswert: In allen zwölf Monaten legten sowohl Gäste- als auch Übernachtungszahlen zu.

Lesen Sie hier: Bericht des TTT-Chefs: Die einen schimpfen, die anderen loben

Bad Wiessee

Bad Wiessee darf sich in der Gesamtbilanz über einen Gästezuwachs von 6,04 Prozent (insgesamt 117.742) freuen. Die Übernachtungen kletterten um 1,12 Prozent auf insgesamt 659.835. Insgesamt war das Jahr durchwachsen. Den größten Gästezuwachs mit 18,18 Prozent gab’s im Februar, da füllten zugleich 12,58 Prozent mehr Urlauber die Betten als im Vorjahr.

Tegernsee

Auch Tegernsee weist eine positive Statistik auf: In Summe kamen 1,15 Prozent mehr Gäste (insgesamt 59.161). Die Übernachtungen legten um 0,69 Prozent auf 218.298 zu. Kurios der November: Hier gab’s mit 10,55 Prozent den größten Zuwachs an Gästen, wenngleich dieser Monat in Zahlen mit 3.323 Gästen der schwächste war (gleichauf mit Januar). Mit 8,84 Prozent wurde im Oktober der größte Anstieg bei den Übernachtungen (insgesamt 20.935) registriert.

Auch interessant: Interview mit Tourismus-Chef: Das hat Kausch mit der Marke Tegernsee vor

Rottach-Egern

In absoluten Zahlen liegt Rottach-Egern zwar auf Platz zwei hinter Bad Wiessee, doch im Steigerungs-Ranking nimmt der Ort den vorletzten Platz ein. Hier kletterten die Gästezahlen „nur“ um 0,92 Prozent auf insgesamt 104.108 und die Zahl der Übernachtungen um 0,45 Prozent auf insgesamt 400.235. Dennoch sticht der Dezember hervor: Um stattliche 20,81 Prozent legten die Gästezahlen zum Jahresfinale zu (insgesamt 8.092), Hoteliers und Gastgeber meldeten 15,28 Prozent mehr Übernachtungen (insgesamt 26.377). Insgesamt glaubt Kausch, dass die Wiedereröffnung des Hotels Bachmair am See sowie viele attraktive Initiativen von Gastgebern zu Buche geschlagen hätten. Was den starken Dezember betrifft, so sei der Adventszauber dafür verantwortlich.

Apropos: Seit dem Start des Adventszaubers im Jahr 2012 konnte die Zahl der Gäste, die extra dafür zum Tegernsee kamen, um 43,99 Prozent gesteigert werden, um 33,91 Prozent legten die daraus resultierenden Übernachtungen zu. „Das ist natürlich eine Wahnsinnszahl“, freut sich Tourismuschef Kausch. „Das zeigt, dass unser Konzept mit den Adventswochenenden und dem Pendelschiff funktioniert.“

Gmund

Das Schlusslicht in der Statistik bildet Gmund: Als einzige Kommune steht hier ein Verlust in der Bilanz. Die Gästezahlen sanken insgesamt um 9,57 Prozent auf 20.145 Gäste. Die Übernachtungen gingen um 7,72 Prozent auf 53.821 zurück. Woran lag’s? „Wenn ein Haus schließt oder renoviert wird, dann macht sich das leider bemerkbar“, so Kausch. Gmund könnte gut ein paar Betten vertragen. Von dem geplanten Freizeitprojekt in Ostin verspreche er sich künftig viel, „denn auch Camper müssen gemeldet werden und Kurbeitrag zahlen.“

Das Resümee des Tourismus-Chefs: Das ganze erste Halbjahr 2018 sei „großartig“ gewesen; der Dezember könne nicht mehr als Nebensaison gewertet werden; Reisegruppen seien wegen mangelnder Bettenkapazitäten nur schwer unterzubringen, ebenso Gäste, die nur eine Nacht bleiben wollen. Kausch wird nun in allen Gemeinden detailliert Bericht erstatten von einem „insgesamt sehr guten Jahr 2018“.

gr

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