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Die Klinik im Alpenpark hat die Zahl ihrer Patienten schon heruntergefahren. Fotos: tp

„Ich hoffe, dass uns italienische Szenarien erspart bleiben“

Tegernseer Tal: Reha-Kliniken rüsten sich für den Corona-Tsunami

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Das Coronavirus bedeutet auch für die Reha-Kliniken am Tegernsee eine enorme Herausforderung. Die Häuser bereiten sich auch auf Patienten aus Akutkliniken vor.

Tegernseer Tal – Das Coronavirus bedeutet auch für die Reha-Kliniken am Tegernsee eine enorme Herausforderung. Nicht nur, dass sie ihre Behandlungen laut Allgemeinverfügung auf die medizinisch notwendigen Fälle beschränken müssen. Die Häuser bereiten sich auch darauf vor, Patienten aus Akutkliniken aufzunehmen, falls die an ihre Kapazitätsgrenzen stoßen. Auch die Einrichtungen am Tegernsee rüsten sich für diesen Fall.

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Tegernseer Tal: Reha-Kliniken rüsten sich für den Corona-Tsunami

Noch etwa 100 Patienten werden derzeit in der Klinik im Alpenpark am Ringsee – Behandlungsfelder Orthopädie, Innere Medizin und Psychosomatik – behandelt. „Wir haben die Anzahl heruntergefahren“, sagt Eigentümer Ludwig Klitzsch. Aufgrund des kursierenden Virus versuche seine Klinik, die Kontakte innerhalb des Hauses soweit wie möglich zu reduzieren, gleichzeitig würden die Hygienemaßnahmen stark in den Vordergrund gestellt.

Das Hauptaugenmerk liege darauf, dem eigenen Versorgungsauftrag nachzukommen. Ob die Klinik tatsächlich auch Patienten aus Krankenhäusern aufnehmen muss, bleibe abzuwarten. „Wir haben rein vorsorglich einen eigenen Trakt geschaffen, falls es bei uns einen Infizierten geben sollte“, berichtet Klitzsch. Diesen Gebäudeteil könne man im Bedarfsfall auch für fremde Patienten nutzen.

Denkbar sind laut Klitzsch zwei Szenarien: dass die Reha-Klinik leichtere Fälle aus umliegenden Krankenhäusern übernimmt oder tatsächlich auch Corona-Patienten behandeln muss. „Ich hoffe aber, dass uns italienische Szenarien erspart bleiben“, sagt Klitzsch. In jedem Fall sei die Klinik auf Kreuther Gemeindeflur für alle Szenarien „gut aufgestellt“, bestätigt Geschäftsführer Stefan Schneider. Das Personal werde ständig geschult – auch im Hinblick auf die nötigen Hygienemaßnahmen. Die Mitarbeiter seines Unternehmens Ideamed seien hoch motiviert, fügt Klitzsch hinzu. Er sagt: „Wir sind seit drei Generationen hier ansässig und die Region liegt uns am Herzen – wir werden unseren Beitrag leisten, egal was kommt.“

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Der Allgemeinverfügung des bayerischen Gesundheitsministeriums unterworfen ist auch die Orthopädische Klinik der Deutschen Rentenversicherung an der Tegernseer Point. Sie sei vor dem Hintergrund der befürchteten Patientenzahlen im Zusammenhang mit der Corona-Pandemie „weitgehend geräumt worden“, berichtet Pressesprecher Felix Magin. Aktuell würden in der Klinik nur noch 24 Reha-Patienten versorgt. „Die Staatsregierung sieht vor, die Rehabilitationskliniken auch zur Patientenversorgung heranzuziehen“, erläutert Magin. Welche Patienten dies im Einzelnen sein werden, lasse sich derzeit noch nicht sagen.

Eingebunden in das Notfallprogramm ist auch die Privatklinik Jägerwinkel in Bad Wiessee, wie deren Ärztlicher Leiter Dr. Martin Marianowicz deutlich macht. „Die Allgemeinverfügung legt klar fest, welche Reserven wir vorzuhalten haben“, sagt er.

Erste Aufgabe seiner Klinik sei es schon jetzt, Akuthäuser mit Intensivstationen oder Beatmungsgeräten zu entlasten, indem man Patienten – etwa nach erfolgten Operationen – möglichst frühzeitig aufnehme. „Wir können zum Beispiel einen Patienten mit einem akuten Schmerzsyndrom versorgen, der ansonsten in Bogenhausen liegen würde“, schildert Marianowicz. Es gehe derzeit vorrangig darum, die Kapazitäten in den Akutkliniken möglichst frei zu halten.

Der Jägerwinkel sei auf den „Tsunami Corona“ gut vorbereitet, versichert der Ärztliche Leiter. Auch was die mögliche Übernahme von fremden Patienten, beispielsweise aus Agatharied, betreffe.

Der Medical Park mit seinen Kliniken in Bad Wiessee – derzeit selbst von Corona-Fällen betroffen – hatte bereits vergangene Woche erklärt, Betten für Patienten aus Akutkliniken frei zu halten und gut vorbereitet zu sein (wir berichteten).

Aktuell können alle Corona-Patienten noch in der Kreisklinik Agatharied versorgt werden. Das Landratsamt hatte Ende vergangener Woche aber erklärt, dass die Kapazitätsgrenzen des Krankenhauses – sollten die Zahlen der Intensivpatienten weiter im gleichen Maße steigen – in dieser Woche erreicht sein könnten. Spätestens dann braucht es Ausweichquartiere.

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