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Trotz Energiekrise: EC Tegernsee peilt Öffnung von Kunsteisarena an

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Von: Gerti Reichl

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Anfang Dezember, bei ausreichender Kälte, soll in der Kunsteis-Arena in Tegernsee wieder Eis gemacht werden, das hofft ECT-Vorsitzender Andreas Gerold.
Anfang Dezember, bei ausreichender Kälte, soll in der Kunsteisarena in Tegernsee wieder Eis gemacht werden. Das hofft ECT-Vorsitzender Andreas Gerold. © Thomas Plettenberg

Die Energiekrise stellt auch Betreiber von Eisstadien vor Probleme. Einige haben bereits erklärt, heuer nicht in Betrieb zu gehen. In Tegernsee aber peilt man die Öffnung der Kunsteisarena an.

Tegernsee – Die Energiekrise mit ihren explodierenden Preisen für Gas und Strom stellt auch Betreiber von Eisstadien vor die Frage: heuer öffnen oder zu lassen? Auf der Schießstätte in Tegernsee betreibt der Eissportclub Tegernsee (ETC) die Kunsteis-Arena, und auch ihn treibt diese Frage um. Demnächst will sich der Vorstand in einer Ausschuss-Sitzung mit der kommenden Saison befassen, berichtet Vize-Vorsitzender Andreas Sossna auf Nachfrage und fügt an: „Natürlich täte es uns weh, vor allem für die Kinder, wenn es heuer kein Eis gäbe.“ Schließlich hätten Kinder und Jugendliche schon während der Corona-Krise am meisten gelitten. Die Pandemie zwang den Verein in der Saison 2019/2020 dazu, die Arena geschlossen zu halten, 2020/2021 lief der Betrieb zwar, aber mit Einschränkungen wie Masketragen und Vorzeigen des Covid-Zertifikats.

Für die Eisbereitung wird ausschließlich Strom benötigt

Vorsitzender Andreas Gerold macht schon jetzt aus seiner Meinung kein Geheimnis: „Kein Eis, das kommt nicht in Frage.“ Seine Tendenz geht also ganz klar zum Öffnen. „Wir haben einen Vertrag mit dem E-Werk Tegernsee, der glücklicherweise über den Winter hinaus läuft“, berichtet Gerold. Was bedeute, dass das E-Werk an die vereinbarten Konditionen gebunden sei. „Damit kann der Strompreis gar nicht so explodieren, dass wir nicht öffnen könnten“, meint Gerold. Was das Thema Gas betrifft, so sei es lediglich für das Clubgebäude, also für Heizung und Warmwasser, nötig. Für die Eisbereitung spiele ausschließlich das Thema Strom eine Rolle, sagt Sossna. Denn Strom treibt das Kühlaggregat an und die Kältespiralen auf dem Platz.

Ob der Eisplatz in Betrieb gehen kann, hängt vor allem vom Wetter ab

Doch allein am Thema Energie hängt es nicht, ob der Eisplatz heuer in Betrieb geht oder nicht. „Es liegt am Wetter“, sagt Sossna und erklärt: „Bäume ringsum dürfen kein Laub mehr tragen, denn Blätter auf der Eisfläche wären eine „Wärmebrücke“ und würden das Eis zum Schmelzen bringen. Vor allem müssen die Tages- und Nachttemperaturen entsprechend niedrig sein, „so um die Null Grad“, meint Sossna. Normalerweise peile der Verein das Eismachen für Anfang Dezember an, „ein oder zwei Wochen vorher werden wir dann je nach Wetterlage entscheiden.“

EC Tegernsee wird auch über die Eintrittspreise beraten

Entschieden wird bei der Sitzung auch über die Eintrittspreise. Bisher durften Kinder und Jugendliche bis 16 Jahre kostenlos rein, Erwachsene mussten zwei Euro berappen. Ob und in welcher Höhe der Eintritt angepasst werden muss, ist also noch offen. Sollte keine Verordnung vom Landratsamt eintreffen, dann geht ECT-Chef Andreas Gerold davon aus, dass der Betrieb im Stadion auch heuer wieder läuft. Dann könnte die Eishockey-Hobby-Mannschaft wieder für die Spiele in der „Hobby-Liga“ trainieren, Eisstockschützen könnten wieder auf ihre „Daube“ zielen, Schüler und ganze Familien könnten wieder ihre Schlittschuhe schnüren.

Kunsteisarena: Werbepartner sind bislang nicht abgesprungen

Während andernorts die Öffnung von Eisstadien auf der Kippe steht, laufen bei Andreas Gerold inzwischen Anfragen etlicher Eishockey-Mannschaften für Trainingszeiten in Tegernsee ein. „Sie kommen bis aus Rosenheim“, berichtet Gerold, der sich über eine weitere gute Nachricht freut: Geschäftspartner für die finanziell wichtige Bandenwerbung sind bisher nicht abgesprungen.

gr

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