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An der Länd in Tegernsee entspannen und zugleich im Internet surfen: WLAN-Hotspots rund um den Tegernsee machen das möglich.

WLAN-Hotspots rund um den Tegernsee

Hier können Sie am Tegernsee gratis ins Internet - mit Karte

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Den Tegernsee genießen und zugleich gratis im Internet surfen: Inzwischen gibt‘s im Tal zahlreiche WLAN-Hotspots. Wir haben nachgefragt, wie‘s dazu kam und wo sie zu finden sind. 

Tegernsee/Landkreis – Der Freistaat möchte sein BayernWLAN weiter ausbauen. Bis zum Jahr 2020 sollen an die 20.000 öffentliche Hotspots kostenfrei zur Verfügung stehen, hat die Staatsregierung kürzlich erklärt. Im Vergleich dazu ist die Ferienregion Tegernsee ihrer Zeit bereits voraus: Sie hat ihr Projekt „Free Tegernsee WiFi“ 2014 gestartet und seither sukzessive ausgebaut.

Die Karte zeigt, wo die Hotspots überall zu finden sind. 

„Wir waren da deutschlandweit ganz vorne mit dabei“, sagt Christian Kausch, Geschäftsleiter der Tegernseer Tal Tourismus GmbH (TTT). In Zahlen ausgedrückt: An etwa 25 öffentlichen Plätzen rund um den See können Nutzer mittlerweile kostenlos und ohne Zeitlimit im Internet surfen. Hinzu kommen etwa 50 so genannte private Hotspots von Gastronomen und Vermietern. „Damit ist das sicher eines der Top-Projekte in Deutschland“, zeigt sich auch Fabio Hoffmann (34), Geschäftsführer der Firma aobis in Rottach-Egern, überzeugt. Das IT-Unternehmen hat die Hotspots im Auftrag der TTT eingerichtet.

Momentan ist aobis gerade dabei, den Badepark in Bad Wiessee mit freiem WLAN zu versorgen. Dieser Hotspot stehe „kurz vor der Inbetriebnahme“, berichtet Hoffmann. Es ist das jüngste und vorläufig wohl auch letzte Teil, das dem Free-WiFi-Puzzle hinzugefügt wird. „Der Ausbau ist jetzt erst einmal abgeschlossen“, erklärt Christian Kausch, der das Projekt bei der TTT schon vor seiner Zeit als Geschäftsführer betreut hat.

Derzeit gebe es keine weiteren relevanten Standorte mehr für freies WLAN. Oder es würden triftige Gründe gegen eine Versorgung sprechen. Beispiel: die Sutten in Rottach-Egern. „Die war mal im Gespräch, aber das hätte einen zu großen technischen Aufwand bedeutet“, macht der TTT-Chef deutlich.

Auch Ruhepole müssen sein

Kausch ist überzeugt davon, dass freies WLAN rund um den See für die Gäste ein nicht mehr wegzudenkender Service ist. Dennoch habe sich die TTT bewusst dafür entschieden, auch Lücken im Netz zu lassen. „Es gibt Orte, da muss nicht jeder mit dem Handy rumstehen“, meint Kausch. Dazu zählt er beispielsweise die Berghütten in der Ferienregion. Hier würden die Menschen Ruhe und Erholung suchen, nicht aber unbedingt im Internet surfen wollen. Einzig auf dem Wallberg stellt die TTT WLAN rund um das Plateau der Bergstation zur Verfügung.

Und auch im Tal wurden bewusst Grenzen gesetzt. „Bei der Seepromenade in Bad Wiessee haben wir beispielsweise darauf geachtet, dass nur der Zentralbereich ausgeleuchtet ist“, betont Kausch.

Dort aber, wo sich Gäste und Einheimische gratis ins WLAN einloggen können, wird es umso reger genutzt. „Die Statistik hat unserer Erwartungen weit übertroffen“, freut sich aobis-Chef Hoffmann.

Einfaches System – viele Nutzer

Er führt die intensive Nutzung auch auf die einfache Handhabung zurück. Um über Tegernsee WiFi ins weltweite Netz zu gelangen, braucht es kein Login, also keine Anmeldung. Lediglich die AGBs – die Allgemeinen Geschäftsbedingungen – müssen bestätigt werden. Dann steht das System ohne Zeitbegrenzung zur Verfügung. „Und wenn ich einmal drinnen bin, wählt sich das Gerät automatisch immer wieder ein“, beschreibt Kausch. Inzwischen seien auch viele private Gastgeber aus dem Tal auf den Zug mit aufgesprungen und sorgen damit für eine zusätzliche Versorgungsdichte im Tegernseer Tal.

Mal schnell ein Bild vom See gepostet

Doch warum ist es so wichtig, dass der Gast immer und überall sein Smartphone zücken und ins Internet gehen kann? Für die TTT gibt es da mehrere Gründe. Zum einen kommt der Urlauber auf diese Weise schnell und problemlos an alle Infos rund um seine Ferienregion. Ein Service, der für viele mittlerweile Standard sei, meint der Geschäftsleiter.

Zum anderen ermöglichen die Hotspots dem Gast, Fotos vom Tegernseer Tal stante pede hinaus in die Welt zu schicken. Schnell mal einen gigantischen Sonnenuntergang überm Tegernsee oder ein Bild vom Herbstspaziergang an der Seepromenade auf Facebook gepostet – das ist beste Gratis-Werbung für die Region. Und natürlich ganz im Sinne der TTT. „Das ist schon absolut wichtig“, sagt Kausch.

ATS schaltet sich nicht aktiv ein

Doch wie sieht es mit dem übrigen Landkreis aus? Gibt es beim Kommunalunternehmen Alpenregion Tegernsee Schliersee (ATS) ein ähnliches Engagement in Sachen WLAN-Hotspots? Geschäftsleiter Thorsten Schär winkt ab. „Wir haben uns hier bisher aus der operativen Ebene herausgehalten, weil die einzelnen Orte ohnehin sehr aktiv sind“, erklärt Schär. Die ATS rege das Thema bei Versammlungen zwar immer wieder an und unterstütze die Kommunen auch, „wo es geht“, schalte sich aber nicht aktiv ein. Zum einen gebe es in den einzelnen Orten ganz unterschiedliche Wünsche und Voraussetzungen, zum anderen wäre es eine zu große finanzielle Herausforderung.

Die ATS lieferte allerdings ein paar Beispiele, wo auch außerhalb des Tegernseer Tals bereits Hotspots eingerichtet wurden. So könne Schliersee etwa in der vitalwelt und beim Bauerntheater mit freiem WLAN aufwarten, in Fischbachau gibt’s einen Hotspot in der Tourist-Info.

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