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Der Gesuchte war in der Tegernseer Halle untergebracht.

Landratsamt hat Bundespolizei um Hilfe gebeten

Unklarer Befund: Fahndung nach Flüchtling

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Tegernsee - Gesucht wird ein 22-jähriger aus Eritrea, der in der Tegernseer Halle untergebracht war. Der Mann soll untersucht werden, weil ein Röntgenbild keinen eindeutigen Befund ergeben hatte.

Gesucht wird ein 22-jähriger Asylbewerber aus Eritrea, der in der Tegernseer Turnhalle untergebracht war. 

Der Mann soll untersucht werden, weil ein Röntgenbild seines Brustkorbs im Dezember 2015 in München keinen eindeutigen Befund ergeben hatte. Es gab aber auch keinen Hinweis auf eine Infektion. Nach seiner Verlegung nach Tegernsee forderte das Miesbacher Gesundheitsamt den Mann im Januar 2016 auf, zur Untersuchung zu erscheinen. Dem kam der Eritreer nicht nach. Jetzt hat das Landratsamt die Bundespolizei gebeten, nach dem Mann zu suchen. 

Aktuell ist nicht bekannt, wo sich der 22-Jährige aufhält. Er hatte im Dezember 2015 noch sein Taschengeld bei der Stadt Tegernsee abgeholt, im Januar 2016 aber schon nicht mehr. Registriert werden die Asylbewerber aber nur bei der Auszahlung. In der Halle gibt es keine Anwesenheitskontrolle. Der Mann gelte nicht als infektiös, teilt Landratsamts-Sprecher Birger Nemitz mit. Er solle aber kontrolliert werden. Dies öffentlich mitzuteilen halte er im Sinne der größtmöglichen Transparenz für wichtig, meint Landrat Wolfgang Rzehak (Grüne): „Legendenbildungen können wir so vorbeugen.“ Zuletzt hatte im August 2015 der Fall eines an Tuberkulose erkrankten Eritreers für Wirbel gesorgt. Der Mann war aus der Halle verschwunden. In der Folge wurden Vorwürfe laut, das Landratsamt habe das Ganze verschwiegen.

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