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Über Monate hinweg diente die Dreifachturnhalle in Tegernsee als Flüchtlingsunterkunft. Nach einer aufwendigen Sanierung kann sie jetzt wieder für den Sport genutzt werden.

Trotz ausstehender Arbeiten und einiger Mängel

Sportvereine kehren in Dreifachhalle zurück

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Tegernsee - Ab sofort steht die Dreifachturnhalle des Tegernseer Gymnasiums den Sportvereinen wieder zur Nutzung zur Verfügung. Allerdings gibt's trotz Sanierung noch ein paar Mängel zu beseitigen.

Über ein Jahr lang mussten die Schüler des Tegernseer Gymnasiums auf ihre Dreifachturnhalle verzichten – und teils weite Wege für den Sportunterricht in Kauf nehmen. Seit Mitte Oktober hat das Pendeln ein Ende: Nach umfangreicher Sanierung wurde die Halle für den Schulsport freigegeben. Ab sofort dürfen auch die Sportvereine wieder hinein. Doch bei der Belegungssitzung am Mittwochabend wurde klar: Ganz fit ist die Sportstätte, die über Monate hinweg als Flüchtlings-Unterkunft gedient hatte, noch nicht.

Sabine Kirchmair, Sportreferentin des Landkreises, bezeichnet den Zustand der Halle zwar als „absolut funktionsfähig“. Dennoch gebe es an der einen oder anderen Stelle deutlichen Nachbesserungsbedarf. Das größte Manko betrifft die drei Schiebetore zu den Geräteräumen. Sie waren beschädigt und lassen sich nach einer notdürftigen Reparatur nun nur noch mit viel Kraftaufwand überhaupt öffnen.

Auch fehlt es laut Kirchmair noch an Kleinigkeiten wie Papierkörben, die Reinigung sei noch nicht vollständig erfolgt, und der Schlüssel für die Basketballanlage sei verschütt gegangen. Trotz allem ist die Sportreferentin erleichtert, dass die Halle nun wieder ihrer ursprünglichen Bestimmung dient. „Die Alternative wäre gewesen, die Halle geschlossen zu lassen, bis alles bis ins Detail stimmt.“

Eine weitere Verzögerung, die auch Werner Oberholzner nicht gefallen hätte. „Ich bin sehr, sehr froh, dass wir wieder in die Halle reinkönnen“, erklärt der Direktor des Tegernseer Gymnasiums. Insbesondere für die Schüler der Oberstufe sei der Unterricht in der Halle unerlässlich: „Die müssen ja ihre Punkte abarbeiten“, sagt Oberholzner. Er sei positiv überrascht gewesen, dass die Reparatur der Halle („im Prinzip war es eine Generalsanierung“) letztlich so schnell vonstatten gegangen sei. Allerdings räumt auch der Schulleiter ein, dass es noch einige Mängel gebe, „mit denen ich nicht ganz glücklich bin“.

Deutlicher wird da Rudi Geidner, Vorsitzender des Turnvereins Tegernsee. Vor allem die kaputten Tore zu den Geräteräumen stuft er als „sicherheitsrelevante Mängel“ ein. „Das muss man unbedingt neu machen.“ Als Vorsitzender stehe er schließlich – zumindest moralisch – in der Verantwortung, wenn sich das Tor selbstständig mache und einen Unfall verursache. Geidner sagt aber auch: „Wir sind alle heilfroh, dass wir aus der Enge der städtischen Halle raus sind.“

Auch Birger Nemitz, Sprecher des Landratsamtes, räumt auf Nachfrage ein, dass „noch kleinere Arbeiten“ in der Halle zu erledigen seien. So müsse beispielsweise eine zerbrochene Fensterscheibe ersetzt werden. Ansonsten sei die Sanierung aus Sicht des Landratsamtes aber „zufriedenstellend verlaufen“. Als erfreulich bezeichnet Nemitz die Tatsache, dass man den Boden habe retten können. „Er wurde wieder hergestellt.“

Was die Kosten für die Sanierung anbelangt, so konnte der Pressesprecher am Donnerstag keine Angaben machen. Sie seien noch nicht ermittelt, da noch nicht alle Rechnungen der Betriebe eingegangen seien. Es zeichne sich aber ab, „dass die Regierung grundsätzlich bereit ist, die Kosten komplett zu übernehmen, die ausschließlich auf eine Nutzung durch die Asylbewerber zurückzuführen sind“.

gab

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