Sie musste sich nackt ausziehen

Verurteilt: Tegernseer zwingt Frau mit Messer ins Bett

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Das Verfahren ist abgeschlossen - mit einem deutlichen Urteil. Trotz seiner vier Promille war der Tegernseer (47) voll schuldfähig, als sich sein Opfer nackt ausziehen und ins Bett legen musste.

Tegernsee – Ein arbeitsloser Mann (47) aus Tegernsee muss wegen besonders schwerer sexueller Nötigung und Körperverletzung für fünf Jahre hinter Gitter. Einen Teil der Strafe soll er in einer Entziehungsanstalt verbüßen. Das entschied gestern das Landgericht München II. Der 47-Jährige hatte im Oktober 2016 eine Bekannte (47) zu sexuellen Handlungen gezwungen. Dabei kannte sich das Paar erst drei Tage lang. 

Sie hatte ihn nur kurz nach Hause begleitet, um mit Beginn einer Fußball-Übertragung in ihre eigene Wohnung zurückzukehren, doch der 47-Jährige war auf Sex aus. Einem Freund raunte er noch zu, dass er eine Freundin habe, die er noch vögeln werde. Daheim befahl er der Frau, sich auszuziehen und sich aufs Bett zu legen. Er selber stand unter heftigem Alkohleinfluss, eine spätere Messung ergab zwischen 3,5 und 4,5 Promille. Aufgrund seiner Alkoholgewöhnung war er aber voll schuldfähig. 

Was nun folgte, war ein unangenehmes Gerangel zwischen Mann und Frau. Es dauerte rund 20 Minuten. Er drohte ihr mit einem Messer, sie spielte ihm Zärtlichkeit vor, um ihn milder zu stimmen. Dabei hatte sie Todesangst. Schließlich gelang ihr die Flucht aus der Wohnung. 

Der Staatsanwalt hatte acht Jahre Haft plus Unterbringung gefordert, der Verteidiger stellte keine spezielle Forderung. Er hatte lediglich um eine angemessene Strafe gebeten. Allerdings verbüßte der Angeklagte auch schon etliche Jahre hinter Gitter. Immer wieder hatte ihn der Alkoholmissbrauch in die Kriminalität abstürzen lassen.

Rubriklistenbild: © dpa

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