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Bald ausgedient hat der bisherige Funkmast beim Leeberghof.

Stadtrat Tegernsee macht den Weg frei

Vodafone plant Funkmasten in 1a-Lage

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Tegernsee – Ein Funkmast mit Promi-Status, in bester Lage am See – dazu könnte es kommen, wenn die Firma Vodafone wie geplant ihren neuen Funkmasten am Leeberg errichtet.

Der Tegernseer Stadtrat machte jedenfalls den Weg dafür frei und befürwortete, mit einer Gegenstimme, den Antrag. Vodafone verfügt schon über einen Sendemasten in Tegernsee. Der steht hinter dem Hotel Leeberghof und soll, so Rathaus-Geschäftsführer Hans Staudacher bei der Stadtratssitzung, abgebaut werden.

Auf der Suche nach einem neuen Standort sei man ebenfalls am Leeberg fündig geworden. Die Stadt würde einen Lagerplatz des Bauhofs zur Verfügung stellen, der sich außerhalb des bebauten Bereichs am Leeberg im Wald befindet. Eine Fläche von 150 bis 200 Quadratmetern wird dafür benötigt. Der Mast selbst, so Staudacher, soll 25 bis 30 Meter hoch sein und mindestens fünf Meter über die Baumwipfel hinausragen. Auf Nachfrage von Martina Niggl-Fisser (Bürgerliste) erklärte Staudacher, dass keine Rodung dafür nötig sei.

Eine Wohnbebauung sei hier ebenfalls jetzt und in Zukunft nicht vorgesehen, wie FWG-Sprecher Andreas Obermüller wusste. „Das ist Schutzwald ringsum.“ Ansonsten handle es sich um ein „Top-Filet-Grundstück für einen Masten in 1a-Lage“, witzelte Obermüller.

Wohl wahr: Der Leeberg zählt zu den besten Wohnlagen am Tegernsee, FC-Bayern-Torhüter Manuel Neuer verwirklich hier gerade ein neues Domizil. Für Peter Schiffmann (SPD) war ein positiver Aspekt, dass Tegernsee damit flächendeckend mit LTE, dem Mobilfunkstandard der vierten Generation mit bis zu 300 Megabit pro Sekunde, versorgt sei.

In eine Diskussion um mögliche gesundheitliche Belastungen wollte Vize-Bürgermeister Heino von Hammerstein (Bürgerliste) nicht einsteigen. Ihm war aber wichtig, dass neue wissenschaftliche Erkenntnisse, falls es sie geben sollte, in einen Vertrag zur Verkehrssicherungspflicht des Mobilfunkmasten eingearbeitet werden.

Norbert Schußmann (CSU) war überzeugt: „Es gibt Grenzwerte für die Strahlenbelastung, und die werden laufend überprüft.“ Er mache sich keine Gedanken. Der Stadtrat machte schließlich mehrheitlich den Weg frei für den Funkmasten.

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