Nach vielen Streitereien

Tal-vhs besiegelt - allerdings ohne Gmund und Waakirchen

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Tegernseer Tal - Der Zusammenschluss ist besiegelt: In den Gemeinden Tegernsee, Rottach-Egern, Kreuth und Bad Wiessee wird es in Zukunft eine gemeinsame Volkshochschule geben.

Wiessees Bürgermeister Peter Höß und die Vorsitzende der Volkshochschule (vhs) Tegernsee/Rottach-Egern/Kreuth, Eva-Maria Friz, haben diese Woche die Vereinbarung zur Gründung einer gemeinsamen Volkshochschule unterzeichnet. Ein teils unerfreuliches Kapitel ist damit abgeschlossen. 

Wie mehrfach berichtet, hatte sich das frühere Wiesseer vhs-Kuratorium zunächst gegen die von Bürgermeister Höß angestrebte Fusion gewehrt. Dieser wiederum hatte die Rechtmäßigkeit des Kuratoriums überprüfen lassen, woraufhin das Registergericht die Auflösung des Vereins veranlasste. Bald darauf beauftragte der Gemeinderat Höß damit, in die Beitrittsverhandlungen mit der Tegernseer vhs einzusteigen.

Nachdem der Vertrag nun unterschrieben ist, müsse die ausgearbeitete Satzung noch von der Mitgliederversammlung genehmigt werden, teilt Eva-Maria Friz mit. Rund 100 Mitglieder hat der Verein momentan. Die Satzung beinhaltet auch den Namen der neuen Einrichtung: Sie heißt künftig Volkshochschule im Tegernseer Tal.

Friz freut sich auf das, was die gemeinsame Zukunft bringt: „Die Zusammenarbeit mit vier Gemeinden ist für uns sehr interessant“, erklärt sie. Das Kursangebot könne damit auf breitere Füße gestellt werden. Ab Herbst wird es laut der Vorsitzenden erstmals ein gemeinsames Programm für alle vier Tal-Orte geben. „Das bereiten wir derzeit vor“, berichtet sie.

Die Zentrale der vhs befindet sich dann im Reisbergerhof in Tegernsee. Ob die Volkshochschule ihre Fühler künftig auch in Richtung Waakirchen ausstrecken wird, ist noch offen. In den vergangenen Wochen war immer wieder die Rede davon, dass auch eine Zusammenarbeit mit der dortigen vhs angestrebt werde. Spruchreif sei hier aber noch nichts, stellt Friz klar. „Die Waakirchner schauen sich jetzt erst einmal an, was wir so machen.“

Ausgeschlossen ist dagegen ein Zusammenschluss mit der vhs Gmund. Dort hat das Rathaus bereits abgewunken: Die Gmunder wollen in jedem Fall eigenständig bleiben.

Rubriklistenbild: © sta

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