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In einem guten Jahr bezugsfertig: die Tegernsee Villen – ehemals Brenner-Park – in Bad Wiessee. Der Bau der 34 Luxuswohnungen schreitet zügig voran.

Planquadrat baut in Bad Wiessee und Tegernsee 

Von Ufer zu Ufer mit 120 Millionen Euro

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Der Salzburger Thomas Hofer macht Tempo. Sein Unternehmen Planquadrat zieht gerade in Bad Wiessee die Tegernsee Villen – ehemals Brenner-Park – hoch und legt Mitte März einen Bauantrag fürs Tegernseer Krankenhaus-Grundstück vor. Investitionsvolumen: insgesamt 120 Millionen Euro.

Bad Wiessee/Tegernsee„Alles perfekt“, strahlt Thomas Hofer, Geschäftsführer der Planquadrat GmbH. Es läuft gut für ihn am Tegernsee: Die Zeitpläne passen, der Verkauf stimmt. Gerade zieht Planquadrat mit Volldampf die Tegernsee Villen in Bad Wiessee hoch, neun Häuser mit 34 Luxuswohnungen. Bekannter ist das Projekt unter seinem ersten Namen: Brenner-Park. Wie berichtet, hatte der Wiesseer Unternehmer Jupp Brenner gemeinsam mit der Rottacher Familie Radmer die Idee einer Luxus-Wohnanlage mit zugehörigen Serviceleistungen entwickelt. Doch die Vermarktung floppte. Planquadrat kaufte das Grundstück mitsamt den Plänen, verzichtete aber aufs zwingende Servicekonzept. Das kam besser an. „Es sind nur noch zwölf Wohnungen zu haben“, vermeldet Hofer. Im April 2018 dürfte die gesamte Anlage bezugsfertig sein. Bis dahin müssen sich auch die Käufer der Wohnungen gedulden, die deutlich vor diesem Termin fertig sind. Planquadrat will nicht abschnittsweise an die künftigen Bewohner übergeben, sondern erst, wenn alle Arbeiten erledigt sind. Rund 50 Millionen Euro investiert Planquadrat am Westufer.

Gerade wenn die Tegernseer Villen fertig sind, macht Planquadrat am gegenüberliegenden Ufer weiter – und investiert noch mehr: 70 Millionen Euro. Auf dem Tegernseer Krankenhausgelände errichtet das Unternehmen ein Hotel mit rund 130 Zimmern und drei Mehrfamilienhäuser mit 92 Wohnungen. 21 davon werden im Tegernseer Modell preisgünstig vergeben. Die Planung ist weit gediehen. „Die Gestaltung ist sehr schön“, findet Hofer. Ein Vorgespräch mit Bürgermeister Johannes Hagn und Bauamtsleiterin Bettina Koch habe stattgefunden, ein Termin beim Landratsamt sei angesetzt. „Am 15. März wird der Bauantrag eingereicht“, kündigt Hofer an. Im Frühjahr 2018 erfolge der erste Spatenstich. Die Bauzeit beträgt etwa 24 Monate.

Wer das Hotel in Bohnenform betreiben wird, ist noch nicht entschieden. „Wir haben namhafte Interessenten“, erklärt Hofer. Entscheidend werde sein, wer am besten zu Tegernsee passe. Bis Juni soll Gewissheit herrschen.

Thomas Hofer, Geschäftsführer von Planquadrat

Die Tegernseer Wohnungen werden den Wiesseer durchaus ähnlich sein. Aber kleiner und schon deshalb günstiger. Das Interesse scheint groß zu sein. „Wir haben schon 400 Anfragen“, berichtet Hofer. Bei der Vermarktung hat Planquadrat aber nur teilweise freie Hand. Die 21 Wohnungen, die im Tegernseer Modell entstehen, werden nach Kriterien vergeben, die der Stadtrat festlegt. Sie sind 50 bis 120 Quadratemeter groß, die Preise schreibt der Durchführungsvertrag fest. Eine Eigentumswohnung kostet 3590 Euro pro Quadratmeter. Nicht spottbillig, aber doch deutlich unter dem Preis, der im Tegernseer Tal für schöne Neubauwohnungen in guter Lage üblich ist. Ziel ist es, einheimischen Familien zu einer Immobilie zu verhelfen. Sollten sich nicht genug passende Käufer finden, behält Planquadrat Wohnungen und bietet sie zur Miete an. Auch für diesen Fall steht der Preis schon fest: zwölf Euro pro Quadratmeter.

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