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Bänke und Tische fürs Waldfest im Tegernseer Schmetterlingsgarten stehen schon bereit. Chef-Organisatorin Elisabeth Widmann ist zuversichtlich, dass die Veranstaltung der Ortsvereine wie geplant stattfinden kann. 

Vor dem Waldfest im Tegernseer Schmetterlingsgarten

Waldfest: Ein Kraftakt der Helfer

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Das Tegernseer Waldfest im Schmetterlingsgarten gehört zu den größten Veranstaltungen im Waldfestreigen rund um den See. Mehrere Tausend Besucher zu versorgen, ist ein Kraftakt für die Helfer.

Tegernsee – Am Mittwochabend, 18 Uhr, fällt die Entscheidung: Waldfest ja oder nein? „Es sieht gut aus“, sagt Elisabeth Widmann (32), Vorsitzende des Schneelaufvereins Tegernsee (SVT) und Chef-Organisatorin. Laut Wetterbericht soll der Sommer zurückkommen. Für die rund 120 Helfer ist dann Endspurt angesagt. Zum Glück muss der SVT nicht alles alleine stemmen, obwohl er für Essen und Trinken zuständig ist und damit den wichtigsten Part übernimmt. Die anderen Vereine sind fürs Gesellige zuständig: Der Volleyballclub kümmert sich um die Wurfbude, der Turnverein organisiert die Losbude, der Eisclub den Schießstand, der Radsportverein die Nagelbude.

„Seit 2. Juli sind wir mit dem Aufbau beschäftigt“, berichtet Widmann. 2000 Sitzplätze müssen bereitstehen, letzte Tische und Bänke werden noch am Freitag, nach dem Rottacher Seefest, von der Brauerei angeliefert.

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Dass die Tegernseer ihr komplettes Equipment auf verschiedene Lagerplätze verteilen müssen, erschwert die Arbeit. „Fünf Container sind am städtischen Lagerplatz am Leeberg sowie am Hütterl am ehemaligen Gottwaldlift deponiert“, berichtet Widmann. Das Barzelt, die in Einzelteile zerlegten Buden, die Tanzbühne, das Musikpodest, Teile der Schänke, sämtliche Grills für Steckerlfisch, Würstl und Hendl, zudem alles für Elektro- und Wasserinstallation lagert in den Containern. Zwei Tage lang muss alles mit Lkw, die teilweise der Bauhof stellt, herunter gekarrt werden. „Dann stellen wir als erstes die Beleuchtungsmasten auf, damit wir loslegen können“, berichtet Widmann.

Das Waldfest ist ein Kraftakt, „und wirklich genug Helfer haben wir nie“, sagt Widmann. Alle arbeiten ehrenamtlich, sind in den Sommerferien dafür zum Dankeschön-Abend eingeladen.

Zu den treuesten Helfern zählt Alexander Polano. Der 47-jährige stellvertretende SVT-Vorsitzende ist seit 25 Jahren für den Einkauf der Lebensmittel zuständig und damit auch für die Hendl. Auch er hat heute um 18 Uhr einen wichtigen Termin: Polano muss das Kommando zum Schlachten der Hendl geben. Bernie Luff (von der Hühner- und Entenbraterei Poschner, München) wird dann dem Schlachtbetrieb in Niederbayern den Auftrag erteilen. „Am Freitag werden die Hendl dann in zwei Kühlwägen angeliefert“, erzählt Polano. Weil gutes Wetter angesagt ist, werden wir wohl etwas mehr Hendl ordern, so 2400 Stück.“ Sollte der Appetit der Gäste auf das gut gewürzte Waldfest-Schmankerl (sieben Euro kostet das halbe Hendl) noch größer sein, kann der Metzger nachliefern. „Und zurückgeben können wir auch was.“

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Trotz Kraftakt: Alle freuen sich auf ein zünftiges Fest vor der idyllischen Kulisse des Schlossplatzes, bei dem das Bier dank Nähe zur Brauerei wohl nie ausgeht. 

Heuer gibt’s einen Extra-Grund zum Feiern: Vor genau 80 Jahren fand das erste Tegernseer Waldfest statt, damals auf der Schießstätte, aber ebenfalls am dritten Juli-Wochenende. „Die Begrüßung der Gäste am Vorabend im Sommerkeller“, so steht’s in einer Chronik, „brachte ein volles Haus.“

Das Waldfest

beginnt am Freitag um 17 Uhr, Samstag und Sonntag jeweils um 15 Uhr. Für musikalische Umrahmung sorgt die Tegernseer Blaskapelle. Nicht nur für Waldfest-Schmankerl wie Hendl, Steckerlfisch, Würstl und Brotzeiten ist gesorgt, auch jede Menge Unterhaltung wie Los-, Schieß-, Wurf- und Nagelbude ist geboten. Auch eine Tanzbühne ist aufgebaut. Bis 23 Uhr wird Bier ausgeschenkt, dann kann an der Bar weitergefeiert werden. Gegen 3 Uhr, so die Veranstalter, soll das Fest ausklingen.

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gr

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