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Rappt gern am blauen Tegernsee bei Sonnenschein: Scep.

Scep, der Anti-Rapper

Warum ein Rapper sein Musikvideo am Tegernsee dreht

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Seine Musikvideos dreht Lukas Schwarz alias Scep nicht auf finsteren Großstadt-Hinterhöfen oder in Protz-Limousinen, sondern vor einer Bilderbuch-Kulisse – am Tegernsee und auf dem Wallberg.

Tegernsee– Rapper konsumieren Marihuana, tragen zu große Klamotten und schreiben aggressive Texte: Auf etliche Rapper mögen diese Vorurteile zutreffen, aber längst nicht auf alle. Der Würzburger Lukas Schwarz (Künstlername Scep) schlägt einen ganz anderen Weg ein.

Der Drehort Tegernsee war naheliegend: „Ich war in der Gegend mal drei Tage lange alleine beim Wandern, das war sehr schön“, sagt Schwarz. Da auch eine Freundin aus der Gegend stammt, fühle er sich am Tegernsee „ein bisschen wie zu Hause“. Während der Dreh am Tegernsee geplant war, entsprangen die Aufnahmen an der oberen Isar bei Vorderriß dem Zufall. Schwarz befand sich auf der Heimfahrt, als er die Stelle entdeckte. „Das war so eindrucksvoll. Ich hab’ gesagt: Da müssen wir anhalten und drehen.“

Dem gebürtigen Thüringer Schwarz liegt der Rap im Blut. Bereits im Alter von zehn Jahren schrieb er seine ersten Texte, mit zwölf Jahren nahm er Songs auf, teils in einer sehr derben Sprache. Irgendwann spürte Schwarz: Er muss eine andere Richtung einschlagen. „Ich war mit mir selbst nicht nicht mehr im Reinen“, sagt der 24-Jährige. So beschloss er einige Videos von den Plattformen zu löschen und textlich eine andere Richtung einzuschlagen: „Negatives Zeugs gibt’s genug – gerade in der Rapmusik“, sagt Schwarz. Nun schreckt er nicht mehr davor zurück, Gute-Laune-Stücke wie „Auf dem Weg“ zu schreiben, und das vor einer Kulisse, die jeden Tourismus-Film schmücken würde. Im Text geht es unter anderem um die Loyalität seiner Fans. und Unbekümmertheit: „Kein Geld, aber Sonne – klingt doch gut“.

Ein Würzburger am Tegernsee: Lukas Schwarz bevorzugt für seine Musikvideos eine Bilderbuch-Kulisse.

Sowohl textlich als auch bildlich will er sich von vielen seiner Rap-Kollegen unterscheiden: „Sie packen oft sehr viel Hass in ihre Texte rein“, sagt Schwarz. „Ich möchte den Leuten dagegen ein gutes Gefühl vermitteln. Wenn die Leute eine positive Grundstimmung haben, nehmen sie die Welt um sich herum positiver wahr. Das hat viel mehr Qualität als nur irgendwas Negatives auszusprechen.“ Gleichwohl will er auch in Zukunft nicht davor zurückschrecken, gesellschaftskritische Töne anzuschlagen.

Schwarz’ Fans scheinen mit dem stilistischen Wechsel nicht unzufrieden zu sein. „Ich habe“, berichtet er, „auf das Video durchweg positive Reaktionen bekommen.“

Lukas „Scep“ Schwarz

Weitere Informationen zum Video und zum Musiker Scep gibt es unter scepmusik.de. Die neue CD „Sceptrum“ des Würzburgers ist seit Kurzem im Handel erhältlich.

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