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So durch einen Neubau ersetzt werden: Feuerwehrhaus Tegernsee.

Bestimmendes Thema der Hauptversammlung

Wie geht es weiter mit dem Tegernseer Feuerwehrhaus?

Tegernsee - Die Tegernseer Wehr blickt auf ein zumindest einsatztechnisch eher ruhiges Jahr zurück. Das bestimmende Thema auf der Hauptversammlung war ein anderes: der Neubau des Feuerwehrhauses. 

Wie geht’s weiter mit dem Neubau des Feuerwehrhauses? Bei der Hauptversammlung der Tegernseer Wehr in der Schlossbrennerei war der dringend anstehende Neubau für Kommandant Wolfgang Winkler (45) Thema. „Wir warten weiter gespannt auf das Ergebnis der Machbarkeitsstudie“, sagte Winkler. Diese war im Herbst 2016 bereits im Rahmen einer Stadtratssitzung der Öffentlichkeit vorgestellt worden. Jedoch waren noch ein paar Vorschläge gemacht worden, die seitdem geprüft werden. 

Im Kern geht es um die Frage, ob auch die Hochfeldstraße und sogar das Gelände der benachbarten Grundschule in die Planung mit einbezogen werden können. Ob es auf einen Abriss des optisch schönen, aber nicht den Anforderungen entsprechenden Feuerwehrhauses hinausläuft, ist weiter offen. Drei Neubau- beziehungsweise Erweiterungslösungen liegen auf dem Tisch. „Wir werden unsere Stellungnahme zu den neuen Vorschlägen noch abgeben“, so Winkler. Im Februar wird sich der Stadtrat vor Ort mit dem Feuerwehrhaus befassen. Ende März oder Anfang April soll dann die ganze Bevölkerung Gelegenheit haben, das Feuerwehrhaus unter die Lupe zu nehmen und sich von den beengten Verhältnissen überzeugen. „Einen genauen Termin gibt’s noch nicht“, so Winkler. 

Aktive und Geehrte: (unten v.l.) Kommandant Wolfgang Winkler, Bürgermeister Johannes Hagn und Hans Geier sowie (oben v.l.) Vorsitzender Franz Thum, Alois Buchberger, Martin Oberbauer und Christian Halmbacher.

Einsatztechnisch war für die Feuerwehr Tegernsee 2016 ein eher ruhigeres Jahr: Insgesamt 90 Mal musste sie ausrücken – 30 Mal zu Bränden und 53 Mal, um technische Hilfe zu leisten. Insgesamt leisteten die Mitglieder dabei 1100 Einsatzstunden. Dies geht aus dem Bericht der Schriftführerin Katharina Frosin hervor. Der Kommandant ging noch ins Detail: Elf Personen konnten aus Notlagen durch die Feuerwehr gerettet werden. Für eine Person kam jedoch jede Hilfe zu spät. 

Der zentrale Standort an der Hochfeldstraße garantiere, dass die Wehr sehr schnell vor Ort sein könne. Exemplarisch sprach Winkler einen Wohnhausbrand im September 2016 an: Schon nach vier Minuten seien die Tegernseer Einsätzkräfte vor Ort gewesen. „Ein späteres Eingreifen aufgrund längerer Anfahrtswege hätte wohl zu einem größeren Schaden an dem Gebäude und auch zu Personenschäden geführt.“ Stolz sei man auf neue Anschaffungen: ein Mehrzweckanhänger mit geschlossenem Kastenaufbau und einer Laderampe sowie eine Schmutzwasserpumpe. Da die Umstellung auf den Digitalfunk noch erhebliche Probleme bei der Verständigung unter Atemschutz verursache, sei für jeden Atemschutztrupp eine Helmsprechgarnitur angeschafft worden. Nach 20 Jahren im Dienst war zudem neue Einsatzkleidung nötig. 

Vize-Kommandant Christian Müller hob die Ausbildung hervor: 61 Übungen und Ausbildungen mit 2589 Stunden wurden geleistet. Vorgestellt wurde zudem eine neue sechsköpfige Jugendmannschaft, zu der auch eine weibliche Feuerwehranwärterin gehört. Kassier Hans Geier berichtete von einem Jahr der zurückhaltenden Ausgaben. „Schließlich ist noch nicht abzuschätzen, welche finanziellen Belastungen das Feuerwehrhaus mit sich bringt.“ 

Nach den Grußworten von Bürgermeister Johannes Hagn, der den Feuerwehrlern für ihre Einsätze dankte, standen Ehrungen an. Ausgezeichnet wurden unter anderem Martin Oberbauer (25 Jahre), Christoph Rempe und Hans Halmbacher (jeweils zehn Jahre aktiv). Hans Geier bekam das Ehrenzeichen in Gold, der ehemalige Schriftführer Alois Buchberger durfte mit dem Ehrenzeichen in Silber den Heimweg antreten.

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