Wirtschaftsausschuss beschließt Weiterbetrieb

Anruf-Sammeltaxi fährt bald wieder bis ins Tegernseer Tal

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Landkreis - Das Anruf-Sammeltaxi (AST) wird künftig wieder den gesamten Landkreis bedienen. Bislang war an den Grenzen zum Tegernseer Tal Schluss.

Die gute Nachricht verkündete Georg Kleeberg vom Landratsamt in der Sitzung des Wirtschaftsausschusses. „Es haben sich Interessenten gemeldet, die ab Januar das Tegernseer Tal übernehmen würden“, sagte er. „Damit wäre das Netz wieder komplett.“

Das Anruf-Sammeltaxi gibt es seit 2001. Zwölf Jahre lang wurde alle vier AST-Inseln betrieben, also das Schlierach- und Leitzachtal, Miesbach und sein Umland, der nördliche Landkreis sowie das Tegernseer Tal. 2014 musste der Betrieb im Tegernseer Tal bekanntermaßen aber eingestellt werden, da sich kein Taxi-Unternehmen fand, das den Betrieb übernommen hätte.

Ab Juli 2015 hatte es der Landkreis zumindest geschafft, die Gemeinde Gmund ans Netz anzubinden. „Von dort gibt’s immerhin den Anschluss an die Ringlinie“, erinnerte Landrat Wolfgang Rzehak (Grüne). Ab Januar 2017 ist ein Umstieg in Gmund nun nicht mehr erforderlich. Der Wirtschaftsausschuss beschloss den Weiterbetrieb des Anruf-Sammeltaxis bis 31. Mai 2020 – inklusive Tegernseer Tal.

Die bestehenden Verträge mit den AST-Unternehmen enden nun zum 31. Dezember und werden bis dahin neu ausgeschrieben. Durch das Anruf-Sammeltaxi entstanden dem Landkreis im vergangenen Jahr Kosten in Höhe von rund 70 000 Euro. Dem gegenüber steht eine Zuweisung aus Mitteln des Öffentlichen Personennahverkehrs (ÖPNV) in Höhe von 60 000 Euro. Von 2013 bis 2015 entstanden dem Landkreis jährliche Nettokosten von durchschnittlich 14 000 Euro. Dieser Betrag dürfte sich etwas erhöhen, wenn wieder alle AST-Inseln betrieben werden können.

Für Bernhard Rohnbogner (CSU) eine gute Investition. „Das Anruf-Sammeltaxi wird von den Jugendlichen sehr gut in Anspruch genommen und ist auch gut für den Tourismus“, sagte er. Rzehak bestätigte das: „Das Kosten-Nutzen-Verhältnis ist sehr, sehr gut.“

sh

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