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Der Referent und sein Roboter: Zukunftsforscher Dr. Ulrich Eberl bringt „Nao“ zum Vortrag auf Schloss Ringberg mit.

Veranstaltung beleuchtet die Künstliche Intelligenz

Wissenschaftstage am Tegernsee mit spannendem Thema: Wann übernehmen die Maschinen?

  • Gerti Reichl
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Welche Fähigkeiten haben Roboter? Wie weit darf Künstliche Intelligenz (KI) gehen? Die 18. Wissenschaftstage am Tegernsee widmen sich ab Freitag, 8. November, einem faszinierenden Thema.

Tegernsee – Viele Themen haben die Experten bei den Wissenschaftstagen in Tegernsee seit ihrer Premiere 2002 schon beackert: Zuletzt ging es um Böden und die Landwirtschaft, zuvor um Wasser und Ozeane, aber auch schon um Licht in der Stadt und die digitale Gesellschaft. In diesem Jahr ist Tegernsee seiner Zeit voraus: Es geht um Künstliche Intelligenz (KI).

„Wir folgen damit dem Motto des Wissenschaftsjahres 2019“, erklärt Helga Hobmeier von der Stadt Tegernsee als Veranstalterin. Ja, das Thema sei nicht so einfach, räumt Hobmeier ein, doch die Veranstaltungen dazu umfassen ein breites Spektrum und dürften damit viele Interessierte ansprechen.

Mit einem Abend im Kleinen Bräustüberl geht’s am Freitag, 8. November, los. Klaus Bogenberger, Professor an der Münchner Bundeswehr-Uni und bekannt vom BR-Sonntagsstammtisch, beleuchtet die Künstliche Intelligenz in der Mobilität und in Verkehrssystemen. Der KI in der Arbeitswelt widmet sich zudem Professor Dieter Spath, Präsident der Deutschen Akademie der Technikwissenschaften. Beide Referenten freuen sich auf eine lebhafte Diskussion.

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„Wissenschaftstage von Schülern für Schüler“ heißt es vormittags am Samstag, 9. November. Die Zusammenarbeit mit der Realschule Tegernseer Tal macht’s möglich. So werden von 9.30 bis 12.30 Uhr drei Workshops angeboten, bei denen die jungen Forscher einem Lego-Roboter Leben einhauchen, ein Mini-Klavier mit einem Kekstresor programmieren oder sich maschinellem Lernen widmen können.

KI zum Ausprobieren heißt es bei einer interaktiven Ausstellung von 9 bis 14 Uhr auf dem Schulgelände. Alexander Kutschera, MINT-Manager im Landkreis Miesbach, und das Mobile FabLab, das im Landkreis unterwegs ist, bieten Zugänge für Kinder, Jugendliche und Erwachsene.

Am Abend geht’s dann von 19 bis 20.30 Uhr im Wiesseer Gasthof Zur Post zur Sache: Dr. Jaromir Konecny moderiert einen unterhaltsamen und interessanten Abend, gefüllt mit Science Slam, also kurzweiligen Vorträgen von Studierenden der TU München zur Künstlichen Intelligenz. Dabei werfen die angehenden Wissenschaftler einen „Blick unter den Tortenguss“, geben „Geheimtipps für gute Stimmung auf Ihrer nächsten Hochzeit“, sprechen über „Quatsch mit Soße und den Umgang der Presse mit KI“ oder erklären, warum man nicht mit Mathematikern wandern sollte.

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Wohin geht die Reise? Perspektiven und Herausforderungen der KI – so lautet das Motto des dritten und letzten Veranstaltungstags am Sonntag, 10. November. Dieser findet traditionell auf Schloss Ringberg statt. „Die Max-Planck-Gesellschaft hat uns von Anfang an unterstützt“, freut sich Helga Hobmeier und kündigt Vorträge mit Diskussionen an über smarte Maschinen und die Frage, wann Maschinen überhaupt übernehmen. Den Nachmittag moderiert Marc-Denis Weitze von der TU München. Der Waakirchner hatte 2002 die Idee für die Wissenschaftstage, die heuer ihre 18. Auflage erleben. Da die Zufahrt mit Pkw zur Tagungsstätte nicht möglich ist, fährt ein Bus ab dem Gymnasium Tegernsee hinauf zum Schloss. Abfahrt ist um 13.30 Uhr, die Rückfahrt erfolgt gegen 16.45 Uhr.

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Die Stadt rechnet mit großem Interesse. Der Eintritt ist jeweils frei. Dank einer Anzahl an Sponsoren, so Hobmeier, sei dies machbar. Eine vorherige Anmeldung für die Veranstaltungen ist erforderlich bei der Tourist-Info Tegernsee unter der Rufnummer 08022/9273860 oder per Mail an wissenschaftstage@tegernsee.de. Weitere Infos zum Programm gibt’s unter www.wissenschaftstage-tegernsee.de.

gr

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